Wirtschaft

RWE gibt Kapitalerhöhung um 2,5 Mrd. Euro bekannt

Der zweitgrößte deutsche Energiekonzern RWE plant eine milliardenschwere Kapitalerhöhung in Höhe von 10% des Grundkapitals, sowie den Verkauf eigener Aktien in Höhe von weiteren 5% des Grundkapitals. Damit sollen 2,5 Milliarden Euro in die Kasse kommen. Das Volumen soll 80,4 Millionen Aktien betragen, wovon 52,3 Papiere neu ausgegeben werden. Die Aktie reagierte mit einem Sturzflug von rund 10% auf 26,88 Euro. Das Unterfangen soll dabei möglichst schnell über die Bühne gehen: Der Angebotspreis für die Platzierung und der Bezugspreis für den Verkauf würden voraussichtlich bereits im Laufe des heutigen Dienstag bekanntgegeben.

RWE will mit dem Schritt die Kapitalbasis stärken und somit die Kapitalstruktur des Konzerns verbessern, damit das Kreditrating des Konzerns gesichert bleibt. Dies ist Teil des umfassenden Konzernumbaus, den RWE nach dem erneut beschlossenen Atomausstieg in Angriff nehmen muss. In den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ging das Ebitda um 21,1% auf 6,244 Milliarden Euro zurück. Der Umsatz fiel leicht um 1% auf 38,167 Milliarden Euro. Der Nettogewinn ging um 46% auf 1,4 Milliarden Euro zurück. Für das Gesamtjahr 2011 wird ein Rückgang des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 20% erwartet, das Nettoergebnis dürfte um rund 35% fallen, der Umsatz auf dem Vorjahresniveau verharren. Ein weiterer Schritt des Konzernumbaus ist der bereits angekündigte Abbau von rund 8.000 der weltweit 72.000 Beschäftigten. Konkrete Details über den mittelfristigen Ausblick für die Jahre 2012 bis 2014 und über die Beschäftigungsentwicklung sollen auf der kommenden Aufsichtsratssitzung am 12. Dezember beraten werden.

 

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