Wirtschaft

Saab mobilisiert weitere 28 Millionen Euro – Rettung rückt in Sichtweite

Der angeschlagene schwedische Autobauer Saab steckt in ernst zu nehmenden finanziellen Schwierigkeiten. Nach Schätzung von Experten benötigt die Traditionsschmiede mit rund 3.700 Beschäftigten kurzfristig rund 86 Millionen Euro, um seine Schulden bei Zulieferern begleichen und die Löhne auszahlen zu können. Wegen der unbezahlten Rechnungen hatten die Zulieferer ihre Lieferungen eingestellt, weshalb seit April so gut wie keine Autos mehr produziert wurden. Vor wenigen Tagen hat Saab nun eine kurzfristige Bestellung von 582 Kfz im Umfang von 13 Millionen Euro aus China erhalten. Nun ist der Verkauf von 50,1 Prozent der Anteile an Saabs eigener Immobiliengesellschaft (Produktionsanlagen) an ein Konsortium schwedischer Immobilienanleger für umgerechnet 28 Millionen Euro unter Dach und Fach. Die Produktionsanlagen kann Saab dabei weiterhin uneingeschränkt per Leasing nutzen. Eine weitere Millionenquelle steht indes noch aus: Der chinesische Autohändler Pang Da und der PKW-Hersteller Youngman Lotus wollen zusammen rund 245 Millionen Euro in die schwedische Autoschmiede investieren. Allerdings fehlt hierfür noch die Genehmigung durch die chinesischen Behörden. Mit einer Entscheidung wird allerdings erst in einigen Monaten gerechnet.
 

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