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SaaS für Unternehmen: Drei Beispiele vorgestellt

Am Anfang war die Diskette alles was man brauchte, um eine Software zu installieren. Eine reichte völlig aus. Doch mit zunehmender Komplexität der jeweiligen Programme stieg auch der Bedarf nach transportablem Speicherplatz. Aus einer wurden zwei, drei, vier … und am Ende waren es unzählige. Ähnlich verhielt es sich auch mit den Nachfolgern CD und DVD, doch seit der rasanten Digitalisierung und dem Ausbau der Kabelnetze gibt es zwar weiterhin Bedarf für handliche Speicher, aber Software selber wird mittlerweile auf anderen Wegen distributiert: Nämlich als Service, als Software as a Service, kurz SaaS genannt.

SaaS: Vor- und Nachteile

Man könnte stundenlang zu diesem Thema debattieren, denn es gibt viele Pros und viele Contras für dieses Service-Modell. Anbieter stellen ihre Software nicht mehr zum Kauf, sondern bieten diese zur Miete an. Bei Bedarf kann der entsprechende Kunde online auf den Dienst zugreifen – ohne langwierige Installationen, Updates oder andere Wege. Der Vorteil liegt zudem auf der Hand, wurde früher nach herkömmlichen Arbeitsplatzlizensen abgerechnet, richtet sich die Gebühr für eine SaaS-Lösung nun nach dem tatsächlichen Gebrauch.

Auch die Voraussetzungen sprechen eine klare Sprache: Alles was benötigt wird, ist ein Internetanschluss und ein oder mehrere Rechner. Jegliche benötigte Infrastruktur wird vom Anbieter bereitgestellt und gewartet. Zudem wird die Sicherheit und die Datensicherung ebenfalls in der Regel übernommen. In Zeiten wachsender Cyperkriminalität ein wichtiger Punkt.

SaaS für Unternehmen: Drei Beispiele vorgestellt
SaaS als Möglichkeit für Unternehmen (Bildquelle: Viktor Hanacek/ picjumbo.com)

Die Nachteile von SaaS-Lösungen liegen jedoch auch auf der Hand. Viele Anwender befürchten einen Verlust der Kontrolle, da man sich quasi auf den SaaS-Anbieter verlassen muss. Schließlich ist die einzige Verbindung zwischen Kunden und Produkt eben jene Internetleitung. Damit einhergehend befürchten viele potentielle Nutzer die Auslagerung ihrer meist kritischen Daten auf externe Server.

Drei Beispiele: Adobe, Telekomcloud und Shopify

Adobe ist aus der Kreativbranche nicht wegzudenken: Die Creative Cloud – früher als Creative Suite bekannt – ist deutlicher Marktführer in den gestalterischen Arealen. Zugpferde wie Photoshop, Illustrator oder InDesign fehlen in keiner seriösen Agentur. Adobe hat 2013 das Modell der regulären Creative Suite über den Haufen geworfen und sein gesamtes Angebot auf SaaS umgelagert. Lag früher der Preis für eine einzelne Photoshop-Lizenz schonmal im vierstelligen Euro-Bereich, werden nun monatliche Gebühren fällig. Die Preise beginnen bei 9.99 Euro und reichen bis 61.49 Euro pro Monat.

Die Telekomcloud konzentriert sich im Gegensatz zu Adobes CC nicht nur auf eine Branche, sondern fokussiert die ganze Breite regulärer Unternehmen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit auf eine speziell für Firmen zugeschnittene Kollaborationsplattform zuzugreifen – eine Software die vom Prinzip her regulären sozialen Netzwerken ähnelt, aber mit diversen Funktionen zur Steigerung des Workflows angereichert wurde: Newsfeeds, Dashboards, Workspaces, Projekte, Profile und Gruppen erleichtern die unternehmensinterne Kommunikation und erfreuen sich – auch in kleineren Unternehmen – steigender Beliebtheit. Man kann das Angebot bis zu 30 Tage kostenlos testen, danach liegt der günstigste Tarif bei 24,95 Euro pro Monat.

Auch das Ecommerce-System Shopify ist eine SaaS-Anwendung, die für kleinere Unternehmen oder Freelancer interessant sein kann. Es ist jedoch vom Umfang her sehr spezialisiert auf eben die Inbetriebnahme eines oder mehrerer Online-Shops. Features sind flexible Gestaltungsmöglichkeiten, eine einfache Verwaltung, moderne Funktionen wie Shopping auf dem Handy oder Tablet sowie die Verwaltung des eigenen Shopify-Store auf dem iPhone. Die Preisspanne reicht von sehr erschwinglichen 21,51 Euro bis hin zu 132,83 Euro in der Unlimited-Edition.

Es gibt eine Vielzahl an SaaS-Lösungen für den Unternehmenseinsatz im Angebot. Jedes Unternehmen muss für sich entscheiden, was für sie die beste Option ist.

 

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