Management

Sabine Bleumortier im Personality-Interview Nr. 9

Im Rahmen der "Personality-Interviews" kommen eine Vielzahl interessanter, außergewöhnlicher und herausragender Experten – von Speakern, Coaches und Trainern über Gutachter, Sachverständigen und Beratern bis hin zu Wissenschaftlern – zu Wort.

Das neunte Interview wurde mit Sabine Bleumortier® – ERFOLGREICH AUSBILDEN – geführt.

 

1. Bitte stellen Sie sich kurz vor, Frau Bleumortier!

Früher Ausbildungsleiterin – heute Ausbildungsexpertin. So könnte man meinen beruflichen Werdegang in aller Kürze beschreiben.

Nach meinem Studium zur Diplom-Ökonomin (Univ.) startete ich meine berufliche Laufbahn in der Primärmarktforschung eines Elektronikkonzerns. Anschließend war ich acht Jahre Ausbildungsleiterin in einem international agierenden Industrieunternehmen. Seit nun fast fünf Jahren bin ich als selbständige Beraterin, Trainerin und Speakerin rund um das Thema Berufsausbildung tätig.

Bereits 2009 erschien mein erstes Fachbuch „Ausbildungsbeauftragte gewinnen, qualifizieren, und motivieren“. Regelmäßig schreibe ich Fachartikel zu Ausbildungsthemen. Mehr zu mir finden Sie auf meiner Homepage.

2. Was ist das Hauptthema in Ihrer Tätigkeit?

Ich unterstütze Ausbildungsbetriebe dabei ein attraktiver Ausbildungsbetrieb zu sein und steigere die Ausbildungsqualität in den Betrieben. Dies erreiche ich zum einen durch Beratung – vom Azubirekruiting über die Auswahl, Planung und Durchführung der Ausbildung bis zum Ende der Berufsausbildung.  Dann führe ich Trainings für Ausbilder (Ausbilderqualifizierung) und Trainings für Auszubildende (Umgangsformen, Telefonieren, Präsentieren) durch. Und ich halte noch Vorträge und Keynotes zu Ausbildungsthemen auf Mitarbeiterveranstaltungen oder Kongressen.

3. Was zeichnet Sie besonders aus und was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

In vielen Unternehmen konnte ich mir inzwischen schon einen Namen als Ausbildungsexpertin machen. Das wird auch durch meine Pressearbeit und Tätigkeit als Autorin unterstützt. Meine langjährige Erfahrung als Ausbildungsleiterin führt dazu, dass ich mich in die Denkweise und Sprache der Personaler gut hineinversetzen kann und zudem aus eigener Erfahrung weiß, wo die Probleme in der Ausbildung liegen.

Qualität mit einem sehr hohen Praxisbezug – ich arbeite gerne mit Checklisten, individuelle Trainings auf den Betrieb des Kunden bezogen und gegenseitige Wertschätzung sind mir sehr wichtig.

Zudem biete ich Ausbildungsbetrieben noch weitere „Schmankerl“ an. Alle drei Monate erscheint ein kostenloser Newsletter speziell für Ausbilder. Es gibt Informationen für Ausbilder über Twitter, meine Fanpage in Facebook und meinen neuen Blog. Ich lade zum Austausch für Ausbilder in der XING-Gruppe ERFOLGREICH AUSBILDEN ein. Und es findet zweimal im Jahr ein Ausbilder-Networking-Abend in München statt.

 

4. Worin liegt Ihrer Meinung nach – aus der Perspektive Ihrer Tätigkeit heraus – in der Regel der größte Handlungsbedarf bei Ihren Kunden?

Die demografische Entwicklung führt dazu, dass viele Ausbildungsbetriebe im Moment händeringend geeigneten Nachwuchs suchen. Allein beim Rekruiting anzusetzen, ist aber zu kurzfristig gedacht. Es geht um eine gute Ausbildungsqualität auch bei den Ausbildungsbeauftragten, die hier entsprechend geschult werden müssen. Dieser Handlungsbedarf wird auch immer mehr erkannt.

Und dann sind natürlich auch die mangelnde Ausbildungsreife und andere Einstellungen der jungen Generation ein Thema.

5. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Da fällt mir ganz spontan das Buch „Lieber langsam wachsen als schnell untergehen“ mit dem Slow-Grow-Prinzip von Svenja Hofert ein. Das beschreibt schon sehr gut meine grundsätzliche Einstellung dazu.

Mein Ziel in Training, Beratung oder Vorträgen ist es, Auszubildenden und/oder Ausbildern etwas mitzugeben: Tipps, eine Checkliste, etwas zum Nachdenken und vielleicht Umdenken.

6. Haben Sie ein Lebensmotto? Wenn ja, welches?

Lebensmotto: nein.

Berufliches Motto: “Die betriebliche Ausbildung ist nur dann erfolgreich, wenn Auszubildende und Ausbilder gut ausgebildet sind.”

7. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten 3 Jahre aus?

In diesem Jahr werde ich zusammen mit der Firma softstairs GmbH in Kooperation ein Ausbilderforum organisieren, welches im Juni in Mannheim stattfindet. Das ist ein Novum und da freue ich mich schon sehr darauf.

Den Bereich Vorträge und Keynotes möchte ich in den nächsten Jahren verstärkt ausbauen. Dazu habe ich im letzten September die Ausbildung als „Professional Speaker GSA (SHB)“ absolviert und sogar als Jahrgangsbeste bestanden.

Vielen Dank Frau Bleumortier für das interessante Gespräch und die Einblicke in Ihr Schaffen.

 

Das Interview führte Oliver Foitzik (Herausgeber AGITANO / Geschäftsführer FOMACO GmbH).

 

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