Technologie

Satellit stürzt am Wochenende mit 1:580 auf Deutschland

Der 1990 ins All geschickte und ausgediente deutsche Forschungssatellit Rosat kehrt am Wochenende zur Erde zurück – allerdings unkontrolliert. Der Röntgensatellit verfügt über keine Triebwerke, kann also nicht gesteuert werden, und wird beim Wiedereintritt am Samstag oder Sonntag in die Erdatmosphäre nicht vollständig verglühen. Der 2,5 Tonnen schwere Satellit dürfte in rund 30 Trümmer zerbrechen, die mit einer Gesamtmasse von 1,7 Tonnen auf die Erde stürzen werden. Allerdings ist ein Satellitenabsturz so komplex zu berechnen, dass die genaue Zeit und der genaue Ort nur unmittelbar vor dem Aufschlag bekannt sein werden. Da die Flugbahn des Himmelskörpers, der mit 28.000 km/h in 90 Minuten einmal die Erde umrundet, auch über Mittel- und Süddeutschland führt, liegt die Wahrscheinlichkeit eines Niedergangs hierzulande bei 1:580. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand durch die Trümmer zu Schaden kommt, liege jedoch nur bei 1:700.000.
 

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