Wirtschaft

Saudi-Arabien will mit deutschen Unternehmen seine Infrastruktur erneuern

Saudi-Arabien ist der größte Erdölproduzent der Welt und dank seines gigantischen Ölreichtums mit einem BIP von 520 Milliarden Dollar die stärkste Wirtschaftskraft in der Region. Die Bevölkerung wächst stetig um drei Prozent pro Jahr, zwei Drittel der insgesamt 28 Millionen Saudis sind jünger als 20 Jahre. Da die Infrastruktur des Landes jedoch vor mehr als 30 Jahren aufgebaut wurde, müsse sie dringend erneuert werden – Geld dafür sei genügend vorhanden. Und gefragt seien vor allem deutsche Unternehmen: „Wir laden die deutschen Unternehmen ein, an unserem Wachstum teilzuhaben und sich bei uns zu engagieren.“

Hauptproblem der Halbinsel ist eine ausreichende Wasserversorgung, daher ist besonders ein gutes Wassermanagement gefragt. Zum Vergleich: Der jährliche Prokopfverbrauch von Frischwasser liegt in Deutschland bei 57 Kubikmetern. In Saudi-Arabien, Ägypten, im Irak und Kuwait sind es im Durchschnitt 70 Kubikmeter, im Libanon, in Libyen und den Vereinigten Arabischen Emiraten sogar weit über 100 Kubikmeter. Der Hauptgrund sind marode Leitungen, so versickern beispielsweise in einigen arabischen Regionen 65 Prozent des kostbaren Nass durch Lecks im Versorgungsnetz.

Ein großes Potential liegt auch in der Verwertung des Abwassers und eine Aufbereitung für weitere Verwendungen, sowie auch in einer wassersparenderen Landwirtschaft. Ein weiteres Feld ist der Einsatz der Solarthermie für die energieintensive Trinkwassergewinnung in Meerwasserentsalzungsanlagen, sowie effizientes Recycling und allgemein Erneuerbare Energien.

 

Die unten angehängte Fotostrecke zeigt Bilder aus Saudi-Arabien (Quelle: Kingdom of Saudi Arabia, Royal Embassy of Saudi Arabia – Berlin).

 

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