Wirtschaft

Schickedanz will von Sal. Oppenheim über 2 Mrd. Euro Schadensersatz

Die (ehemalige) Milliardärin und Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz fordert von der einst größten Privatbank Deutschlands, Sal. Oppenheim, über zwei Milliarden Euro Schadensersatz. Eine entsprechende Klage wurde bereits vorbereitet und liegt den Beschuldigten vor. Die Milliardärin fühlt sich von den adeligen Bankern an der Spitze des Geldhauses und dem mit diesen eng verbundenen Baulöwen und Finanzberater Josef Esch hintergangen. Demnach hätten die Banker ein riskantes Spekulationsgeschäft mit der von der Insolvenz bedrohten Warenhauskette Karstadt-Quelle gefahren und dafür die Bedürfnisse ihrer Klientin und Quelle-Hauptaktionärin Schickedanz hinten angestellt. Der Verdacht besteht, die Banker hätten es auf das milliardenschwere Immobilienvermögen des Konzerns abgesehen gehabt. Sal. Oppenheim hatte sich jedoch bei dem riskanten Geschäft verspekuliert und mit den gewaltigen Verlusten dann 2010 auch seine Unabhängigkeit an die Deutsche Bank verloren. Die Klage ist noch nicht bei Gericht eingereicht, offenbar um die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung offen zu halten. (Siehe auch die WDR-Reportage „Die Story: Adel vernichtet – der bemerkenswerte Untergang des Bankhauses Sal. Oppenheim“ vom 21.11.2011.)
(mb)

 

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