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Schlechte Verpackungen kosten Zeit und Geld

Mittel- und langfristig betrachtet werden ausschließlich jene Unternehmen nachhhaltigen Erfolg haben, die stets aufs Neue über die Frage nachdenken, an welchen Positionen ihres Betriebes Sie Zeit und Geld einsparen können. Das ist nicht nur legitim, sondern auch im Interesse ihrer Angestellten. Doch vor lauter Optimierungswahn wird an einigen erfolgskritischen Stellen des Unternehmens übertrieben und andere werden nahezu stiefmütterlich vernachlässigt. Letzteres trifft vor allem auf das Thema Verpackungen zu. Im Folgenden zeigen wir auf, warum gerade kleine und mittlere Betriebe diesbezüglich umdenken sollten.

An mehreren Stellschrauben drehen

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Mit den zu dem jeweiligen Produkt passenden Verpackungen Zeit und Geld sparen. (Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de)

Um Zeit und Geld zu sparen, fällt vielen nichts Besseres ein, als die Lohnkosten zu senken. In Krisenzeiten mag das unter Umständen unumgänglich sein und kurzfristig helfen. Sollte man jedoch nur noch den nächsten Quartalsgewinn und nicht mehr die Mitarbeiter im Blick haben und aus diesem Grund anfangen, hier den Rotstift allzu oft anzusetzen, muss man sich irgendwann die Frage gefallen lassen, was demotivierte Mitarbeiter kosten. Andere denken perspektivistischer und fragen sich, ob sie zum Beispiel durch Vernetzung intelligenter Produktionstechnik die Prozesse im Betrieb zeiteefizienter gestalten und somit Geld einsparen können. Wer mit seinem Unternehmen nachhaltige Erfolge erzielen möchte, greift auf letzgenanntes zurück, muss allerdings berücksichtigen, dass dies mühevoll ist, weil hier an mehreren Stellschrauben gedreht werden muss. Oft unterschätzt beziehungsweise erst gar nicht berücksichtigt werden jene Einsparpotenziale, die sich durch Verbesserungen der Verpackungsprozesse erzielen lassen. Zum Beispiel, indem man in automatische oder halbautomatische Umreifungsmaschinen investiert.

„Unsichtbare“ Kosten bei Verpackungen belasten die Rendite

Wie ernst Unternehmen das Thema Verpackungen nehmen sollten, zeigen mehrere Prozessanalysen seitens der Verpackungsindustrie aus denen das Fachmagazin MM Logistik zitiert.* Diese Analysen haben ergeben, dass die reinen Herstellungs- und Beschaffungskosten von Verpackungsmaterialien im Schnitt gerade mal 20 Prozent der Verpackungskosten ausmachen. Die weitaus größere Teil, nämlich die restlichen 80 Prozent, entstehen durch „ … Prozesskosten, die den Unternehmen durch Aufwendungen für Versand, Verarbeitung, interne Logistik und sonstige Beschaffungen entstehen.“ Diese als „unsichtbare“ Verpackungskosten bezeichneten belasten, im wahrsten Sinne des Wortes, unbemerkt die betriebliche Rendite.

Einsparpotenziale sind durchaus vorhanden

Ein Umstand, der gerade kleine und mittlere Unternehmen (KMU) zu denken geben sollte. Phasen, in denen die Binnen- oder die Weltkonjunktur schwächelt, können sie nicht so leicht verkraften, wie das bei transnationalen Großkonzernen der Fall ist. In solchen Zeiten muss man jeden Euro zweimal umdrehen. Umso ärgerlicher ist die Tatsache, dass gerade bei Verpackungen unnötige Kosten verursacht. Schließlich sind Potenziale hier Einsparungen zu erzielen, durchaus. Zum Beispiel durch die bereits weiter oben genannte Investetion in moderne Umreifungsmaschinen, die Anpassung der Verpackungsgrößen an die zu versendenden Produkte, die Anschaffung von Verpackungsmaterialien, die wenig Abfall produzieren und und und … .

*Vgl.: Steinbach, T. / Maienschein, B.: Industrieverpackungen. Verpackungsoptimierung als industrielle Prozessoptimierung, zuletzt abgerufen am 02.09.2015 unter http://www.mm-logistik.vogel.de/verpackungstechnik/articles/378438/

Christoph Schroeder

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