Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein unterstützt Forderung nach 1,1-Promille-Grenze bei Radfahrern

Innenminister Andreas Breitner unterstützt die Forderung nach einer Absenkung der Promillegrenze für Radfahrer. „Eine Wert von 1,1-Promille für die absolute Fahruntüchtigkeit muss die oberste Grenze sein“, sagte Breitner heute (23. Mai) zu entsprechenden Überlegungen der gegenwärtig stattfinden Konferenz der Innenminister und –senatoren in Hannover, die gegenwärtige Grenze von 1,6-Promille zu verringern. Analog zur 0,5-Promillegrenze für Autofahrer sollten dann auch für alkoholisierte Fahrradfahrer Bußgelder möglich sein. „Ob am Lenker oder am Steuer – Alkohol im Straßenverkehr muss wirksam geahndet werden können“, sagte Breitner.

Die Zahl der Unfälle mit Radlern habe sich in Schleswig-Holstein von 2010 bis 2012 um 500 auf 3.715 gesteigert. Unabhängig von den einzelnen Unfallursachen zeige diese Zahl, dass die Bedeutung der Fahrradfahrer im Verkehr zunehme. Zum Einsatz kämen dabei auch immer besser ausgestattete Fahrräder, die höhere Geschwindigkeiten ermöglichten. „Damit steigen das Gefährdungs- und das Gefahrenpotenzial von Radfahrern“, sagte Breitner. Handlungsbedarf sehe er auch, weil die Polizei in Schleswig-Holstein bei Radfahrern immer häufiger Werte von zwei Promille und mehr feststellt. „Fünf Bier und dann mit dem Fahrrad ab in den Straßenverkehr – das darf in Zukunft nicht mehr möglich sein“, so Breitner.

(SH)

Ein Kommentar zu “Schleswig-Holstein unterstützt Forderung nach 1,1-Promille-Grenze bei Radfahrern

  1. Unabhängig von Sinn oder nicht, es fehlt leider jeglicher Zusammenhang zwischen Alkohol und Unfallhäufigkeit. Aus dem Artikel geht nicht hervor wie stark die Zahl der Radfahrer insgesamt gestiegen ist und damit die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss? Wie viele Autofahrer lassen aus falschem Verantwortungsbewusstsein das Auto stehen und nehmen das Rad wenn Sie zu viel getrunken haben? Alles Fragen die man klären sollte, bevor man zu Maßnahmen greift. Damit auch weiß welche Maßnhemen richtig und wichtig sind.
    Nur weil das Radfahren an Bedeutung gewinnt, will man hier Gesetze ändern und nicht weil es der Umstand erfordert. Das ist traurig, bin ich doch bisher davon ausgegangen dass es für Gesetze eine Notwendigkeit gibt. Bitte nicht falsch verstehen, von mir aus können es auch 0,3 Promille sein, für alle Verkehrsteilnehmer. Ich finde Alkohol im Verkehr immer gefährlich. Ich möchte aber einen Grund für jedwede Gesetzesänderung sehen Herr Breitner. Wenn es allerdings heißt:
    Unabhängig von den einzelnen Unfallursachen zeige diese Zahl, dass die Bedeutung der Fahrradfahrer im Verkehr zunehme.
    Dann riecht das nach Willkür.

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