Technologie

Schnellste und längste Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt in China eingeweiht

In zwei Stunden von München nach Berlin – ohne Einchecken zu müssen. Das entspräche die am Donnerstag in China zwischen Peking und Schanghai eingeweihte längste und schnellste Hochgeschwindigkeitsstrecke der Welt auf deutsche Verhältnisse übertragen. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von deutlich über 300 Kilometern pro Stunde wird die 1.318 Kilometer lange Strecke in weniger als fünf Stunden zurückgelegt. In Testfahrten erreichte der Zug bereits Geschwindigkeiten von 451,1 km/h, im Regelbetrieb wird er jedoch zunächst auf 300 km/h begrenzt. (den Rekord auf der Schiene hält noch der japanische Maglev MLX 02 mit 581 km/h, eine Sonderversion des TGV-Nachfolgers ist im vergangenen Jahr 574,8 Stundenkilometer gefahren). Mit der neuen Strecke (Baukosten 24 Milliarden Euro) wurde jedoch nicht nur die Fahrtzeit halbiert, es wurde auch die Passagierkapazität auf 160 Millionen Passagiere pro Jahr verdoppelt. Der CRH380BL sieht dem ICE ziemlich ähnlich, obwohl er keiner ist. Der Grund: Er wurde auf der Plattform des Siemens Velaro E entwickelt. Die Chinesen haben das Modell allerdings leistungsstärker, schneller, breiter und länger gemacht.

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