Energie & Umwelt

Schottland will bis 2020 zu 100% erneuerbar sein und dann 200% Strom produzieren

Schottland weist eine der höchsten Windgeschwindigkeiten Europas auf. Allein die Leistung des Offshore-Potentials wird auf 206 GW geschätzt. Insgesamt könnte rund ein Viertel der europaweit erzeugten Wind- und Gezeitenenergie von Wind und Wellen vor der schottischen Küste erzeugt werden. Für die Offshorewindnutzung soll die Infrastruktur von nicht mehr genutzten Öl- und Gasvorkommen vor der Küste genutzt werden. Damit plant das fünf Millionen Einwohner Land, bis 2020 zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien umzustellen. Bislang war von 80 Prozent bis 2020 gesprochen worden. Als positiver Begeleiteffekt dürften rund 130.000 Arbeitsplätze neu entstehen. 2009 lag der Anteil der regenerativen Energieträger bei 27,4 Prozent, dieses Jahr werden vermutlich 31 Prozent erreicht. Allerdings sollen die konventionellen Kraftwerke auch über 2020 hinaus weiter produzieren. Der Plan sieht vor, ab dieser Marke insgesamt doppelt soviel Strom zu produzieren, als Schottland selber verbraucht. Der Überschuss soll dann verkauft werden. Die regierende Mitte-Links-Partei SNP hatte ihren Wahlkampf im April/Mai 2011 nicht nur mit dem Versprechen eines Referendums über die schottische Unabhängigkeit bestritten, sondern auch mit dem einer 100-Prozent-Versorgung mit Erneuerbaren Energien bis 2020.
 

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