Wirtschaft

Schuldenschnitt für Griechenland wahrscheinlich

2009 beliefen sich die Schulden Griechenlands auf 273 Milliarden Euro und damit auf 115 Prozent des BIP. Das Defizit soll von 5,6 Prozent im Jahr 2011, 2,8 Prozent im Jahr 2012 und 2 Prozent im Jahr 2013 zurückgeführt werden. Da die Schulden des Landes trotz harter Sparmaßnahmen somit vorerst weiter steigen, wachsen die Zweifel, dass Griechenland 2012 an den Anleihemarkt zurückkehren und sich zu bezahlbaren Zinsen selbst finanzieren könnte. Da eine Verlängerung und Aufstockung des EU-Hilfspakets politisch jedoch als nicht vermittelbar gilt, erwägen laut Medienberichten nun mehrere Euro-Länder und auch der IWF den Schuldenschnitt für Athen – zumindest soll ein entsprechender Plan für den Notfall ausgearbeitet werden. Die Umschuldung könnte einen Schuldenschnitt, die Verlängerung der Laufzeiten der Anleihen oder niedrigere Zinszahlungen umfassen. Alle drei Alternativen laufen darauf hinaus, dass Inhaber griechischer Staatsanleihen auf einen Teil ihrer Rendite verzichten müssen. Carsten Schneider, Haushaltsexperte der SPD-Bundestagsfraktion: „Je länger die Bundesregierung wartet, um so teurer wird es für den Steuerzahler. (…) Angesichts der ökonomischen Rahmendaten wird Griechenland ohne eine Umschuldung mittelfristig nicht lebensfähig sein.“

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