Energie & Umwelt

Schweiz plant von 2019 an bis 2034 den Atomausstieg

Die Schweizer Regierung plant den Atomausstieg – allerdings ohne vorzeitige Stilllegung. Kraftwerke sollen stattdessen am Ende ihrer Betriebsdauer nicht ersetzt werden. Mit einer zugrunde gelegten Betriebsdauer von 50 Jahren müsste das erste AKW dann 2019 vom Netz, das letzte dann 2034. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima sei an einen Ausbau der Atomkraft nicht mehr zu denken. Daher müsse verstärkt auf Einsparungen gesetzt und der Ausbau der Wasserkraft und der erneuerbaren Energien gefördert werden. Konkrete Vorschläge für die Schweizer Energiewende sollen im Herbst vorgelegt werden. Benötigt werden auch sogenannte intelligente Stromnetze (smart grids), die eine Optimierung des Stromsystems ermöglichen. Das Schweizer Netz müsse dazu dann auch optimal an das europäische Netz sowie an das künftige europäische „Supergrid“ angebunden werden. Dafür sollen die entsprechenden Strom-Verhandlungen mit der EU noch im laufenden Jahr abgeschlossen werden. Zudem soll auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarländern ausgebaut werden. Bei der anstehenden Energiewende sollen Bund, Kantone, Städte und Gemeinden mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Eigenbedarf an Strom und Wärme künftig weitgehend durch erneuerbare Energien decken. Auch die Wirtschaft sei gefordert, Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs umzusetzen.

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