Energie & Umwelt

Schweiz: Raus aus der Kernkraft und rein in die Erneuerbaren

Die Schweizer Regierung verkündete am 25. Mai 2011 den Ausstieg aus der Atomkraft. Da 40 Prozent des Energiebedarfs aus Atomkraftwerken gewonnen wird, gestaltet sich dieser Ausstieg als schwierig. Der weltbewegende Unfall im Atomkraftwerk von Fukushima bewegte den Schweizer Bundesrat, die Energieinfrastruktur zu überprüfen. Das Umwelt- und Energieministerium sprach daraufhin die Empfehlung aus, die fünf Schweizer Atomkraftwerke nach ihrem Betriebsende nicht zu ersetzen. Im Jahr 2034 würde damit das letzte Kraftwerk vom Netz gehen. Im Ersatz werden nun erneuerbare Energieoptionen stark vorangetrieben, um den wegfallenden Stromanteil abzudecken.
Im Moment ist die Wasserkraft mit 56 Prozent bereits der größte Energiespender in der Schweiz. Besonders wird nun die Solarenergie nachgefragt werden, da diese bisher nur einen kleinen Teil des Strombedarfs liefert. Fossile Brennstoffe werden in der Übergangsphase den Strombedarf abdecken. Gleichzeitig soll auch eine erhöhte Effizienz im Wohnungsbau, gekoppelt mit einer Kompletterneuerung des Schweizer Stromnetzes zu einem sogenannten „Smart Grid“, die Energiewende begleiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.