Wirtschaft

Schweizer Firmen wandern nach Deutschland ab

Der starke Franken hat eine Begleiterscheinung: Schweizer Firmen wandern nach Deutschland aus. So rechnet der Schweizer Wirtschaftsdachverband Economiesuisse aktuell damit, dass der starke Franken bis zu 25.000 Stellen in der Schweizer Exportwirtschaft gefährden könnte. Beispiel ist die Pionier PAM AG, die sich auf qualitativ hochstehende Abdeckungen für private und öffentliche Schwimmbäder spezialisiert hat. Sie verlagert ab sofort ihre Produktion von Thurgau ins deutsche Pforzheim. Die sieben Arbeitnehmer sind mit sofortiger Wirkung freigestellt. Der Hauptaktionär Paul A. Müller: „Nach den Turbulenzen der letzten Monate und Wochen mit der weiteren dramatischen Abwertung des Euro ist eine kostendeckende Produktion an unserem Standort in Frauenfeld nicht mehr möglich.“ Hauptgrund ist hier, dass das Unternehmen 80% seines Umsatzes im Euroraum erzielt und sich dadurch vor den Währungsschwankungen schützt. Schweizer Experten erwarten, dass noch mehrere Produktionsbetriebe in der Schweiz dem Entschluss der Pionier Pam AG folgen werden. In der aktuellen Umfrage von Economiesuisse haben rund 20% der Firmen angegeben, mit Verlagerungen ins Ausland auf den starken Franken reagieren zu wollen und sich auf die Suche nach Partnern machen werden.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.