International

Schwellenländer: Top oder flop für die Wirtschaft?

China, BRICS, Export, Mittelstand

Die Volkswirtschaft der Bundesrepublik Deutschland ist exportorientiert. Davon profitiert allen voran der Mittelstand. 98 Prozent der rund 350.000 deutschen Exporteure sind mittelständische Unternehmen, so das Institut für Mittelstandsforschung aus Bonn. Das ist mit enormen Chancen, aber auch Risiken, verbunden. So verzeichnet der Kreditversicherer Euler Hermes für das Jahr 2015 ein Plus an Insolvenzen von über 25 Prozent – allein für China! Besserung ist im kommenden Kalenderjahr nicht zu erwarten. Darüber hinaus sieht es in den anderen BRICS-Staaten nicht viel besser aus.

Chinesischer Markt: Ökonomen erwarten einen Rückgang

China, BRICS, Export, Mittelstand, Schwellenländer
Der Export in Schwellenländer, wie zum Beispiel China, ist mit enormen Chancen verbunden – aber auch mit hohen Risiken. (Bild: Sven Scheuermeier / unsplash.com)

Einst galt China als das El Dorado für den deutschen Export. Doch auch das Reich der Mitte hat mit finanziellen Turbulenzen zu rechnen. Nicht zuletzt deshalb prognostizieren Ökonomen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) einen erneuten Rückgang der Konjunkturerwartungen. Hinzu kommt, dass sich, einer Untersuchung des Strategieberatungsunternehmens Oliver Wyman zufolge, „[…] in strategisch wichtigen Branchen nationale Champions entwickelt […]“ haben, die nun auch außerhalb des chinesischen Marktes Fuß fassen möchten. Siehe dazu auch China: neue Konkurrenz für den Maschinenbau.

In anderen BRICS-Staaten nicht viel besser

Ähnlich pessimistisch die Erwartungen der Volkswirtschaftler von Euler Hermes. Sie gab es bereits für dieses Jahr deutlich mehr Pleiten in Schwellenländern zu verzeichnen. In China beträgt der Anstieg bei Insolvenzen zurzeit 25 Prozent. Für 2016 wird ein weiteres Plus in Höhe von 20 Prozent erwartet. Die Entwicklungen in den anderen BRICS-Staaten (damit sind Brasilien, Russland, Indien, das bereits erwähnte China und Südafrika gemeint) sieht es nicht viel besser aus.

Brasilien wird im nächsten Jahr vermutlich einen Anstieg der Insolvenzen in Höhe von 18 Prozent zu verzeichnen haben. Russland verzeichnet aktuelle ein Plus von 30 Prozent und in Südafrika wird es 2016 vermutlich zehn Prozent mehr Pleiten geben.

Industrie- und Schwellenländer: Die Kluft wird wachsen

Ursprünglich sollte der Handel zwischen Industrie- und Schwellenländern beiden steigende Wachstumszahlen und damit steigenden Wohlstand garantieren. Allerdings werden die Volkswirtschaften der Schwellenländer im nächsten Jahr eher schrumpfen statt wachsen. So rechnet Euler Hermes 2016 dort mit durchschnittlich vier Prozent mehr Insolvenzen.

In den Industrieländern wiederum werden nach Ansicht des Kreditversicherers wiederum die Zahlen der Insolvenzen um rund zwei Prozent sinken. Auch das restliche Westeuropa erfreut sich rückläufiger Fallzahlen – im Schnitt um rund fünf Prozent.

Über Euler Hermes:

Euler Hermes ist eine Tochtergesellschaft der Alianz und  im Kreditversicherungsgeschäft tätig. Weiterführende Informationen zum Unternehmen im Internet auf www.eulerhermes.de.

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.