Energie & Umwelt

Sea Shepherd: Prominente fordern Freilassung des Umweltaktivisten Paul Watson

Der Umweltaktivist Paul Watson ist am Montag am Flughafen Frankfurt festgenommen worden. Seitdem befindet er sich in Haft. Ihm wird vorgeworfen, dass er 2002 beim Dreh eines Dokumentarfilms über das sogenannte „Finning“ – dabei werden Haien die Flossen abgeschnitten und die Tiere lebendig zurück in den Ozean geworfen – in den Seeverkehr eingegriffen habe. Watson wies die Vorwürfe mehrfach zurück und betonte, dass er seine Unschuld mit Videomaterial beweisen könne.

Nun haben bereits 20.000 Menschen eine Petition zu seiner Freilassung unterzeichnet, ein costaricanischer Oppositionspolitiker solidarisiert sich auf seiner Facebookseite mit dem militanten Tierschützer. Der Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit (Grüne) setzt sich offen für ihn ein. Und Brigitte Bardot bot an, den Platz des Umweltaktivisten im Gefängnis einzunehmen.

Das Amtsgericht Frankfurt hatte eine Freilassung von Watson abgelehnt. Nach Aussagen des Oberstaatsanwalts könne die Prüfung der Umstände mehrere andauern. Kritiker befürchten, dass Watson im Falle einer Abschiebung nach Costa Rica keinen fairen Prozess erwarten könne. Sogar Interpol hatte von einer Verhaftung des Aktivisten abgeraten, schließlich wurde der Haftbefehl in Costa Rica seltsamerweise erst im Oktober 2011 erlassen und das obwohl die darin vermuteten Straftaten auf 2002 datiert sind.

Watson ist einer der Mitbegründer von Greenpeace, das er 1977 verließ um die Organisation Sea Shepherd zu gründen. Das Time Magazin hatte ihn im Jahr 2000 zum „Helden des 20. Jahrhunderts“ ernannt. Der britische Guardian erklärte ihn zu einem der „50 Menschen, die den Planeten retten könnten“.

(sm)

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