Tipps & Tricks

Selbst- statt fremdbestimmt – so geht’s!

„Ein Berufsleben ohne Stress ist uns nur dann möglich, wenn wir selbst- statt fremdbestimmt arbeiten.“ Der, der das gesagt hat, hört auf den Namen Lothar Seiwert, der Papst des Zeitmanagements. „Nicht weiter spektakulär“ oder „haben wir schon gewusst“ mögen Sie sich denken. Und damit hätten Sie recht, wenn es nicht ausgerechnet jener Lothar Seiwert gewesen wäre, der im Zusammenhang mit eingangs erwähnter Aussage nicht zugleich das Zeitmanagement für Tod erklärt hätte. Warum dem so ist und wie Sie dank fünf Tipps in Zukunft nicht mehr fremdbestimmt werden, erfahren Sie in den folgenden Zeilen.

Eine Generation auf der Suche nach dem Sinn der Arbeit

Frembestimmt, kein Selbstvertrauen, Rolltreppe, Weg nach oben
Innere Zweifel und Ängste sorgen dafür, dass wir uns fremdbestimmt fühlen. Und versprerren uns den Weg zum Erfolg. (Bild: Ryan Maguire / gratisography.com)

Was will die Generation Y? Eine Frage, die sich nicht nur die Politredakteurin Shila Meyer-Behjat, sondern  im Zuge des sich ausbreitenden „War of Talents“ auch immer mehr Arbeitgeber stellen. In der von ihr erwähnten Studie* der internationalen Non-Profit-Organisation enactus stellte sich heraus, dass diese teilende, digitale und bewusste Generation bei der Wahl Ihrer Erwerbstätigkeit vor allem auf den Fator Sinn achten. Eine Tätigkeit, die als sinnstiftend empfunden würde auch bei besser dotierten Alternativen nicht aufgegeben werden. „Herausgefordert zu werden, Neues zu lernen und mit Gleichgesinnten tätig zu sein – das sind Sinn-Dimensionen der Studienteilnehmer, gesellschaftliches Engagement im Sinn eines Weltverbesserertums hingegen wenig bis gar nicht“, bringt Meyer-Behjat die Studienergebnisse auf den Punkt.

Gewinnen Sie Ihren „inneren Kritiker“ für sich

Wer tut, was ihm Spaß macht, arbeitet stressfreier. So weit, so bekannt. Nicht weniger bekannt, jedoch umso wichtiger, dass man das was man tut vor sich und anderen vertreten kann. Der erste unter jenen, der uns sagt, was wir tun beziehungsweise lassen sollen, dürfte bei vielen Arbeitnehmern der Chef sein. Hier kommt quasi die Kritik von außen. Neben ihm gibt noch Kollegen, Freunde oder auch Familie. Sie wissen und machen immer alles besser als wir. Daneben gibt es noch unseren „innereren Kritiker“. Ist es so, wie du es gerade machst richtig? Ist das, was du tust überhaupt sinnstiftend? Gerade letzte Frage ist eine Frage, die sich oben zitierte Generation Y immer wieder aufs Neue stellt. Erwartungshaltungen und in uns wohnende Ängste verführen uns oft zu Handlungen, die wir so nicht beabsichtigt haben. Also gilt es, mit unserem „innereren Kritiker“ fertig zu werden. Eine interessante Methode: Das Wuselmanagement von Claudia Hupprich. Was sich dahinter verbirgt und wie es funktioniert, erklärt sie im folgenden Kurzvideo.

Video: Wuselmanagement – Wie Sie den inneren Kritiker für sich gewinnen


(Quelle: Claudia Hupprich / YouTube)

Sieben Tipps, um nicht mehr fremdbestimmt zu arbeiten

Um sich noch weiter vom fremdbestimmt sein entfernen zu können, haben wir im folgenden fünf Tipps für Sie zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen, künftig selber zu entscheiden, was und wie Sie arbeiten möchten:

Tipp 1: Werden Sie zum Spezialisten

Wenn man die Stellenanzeigen durchliest, denkt man die Arbeitgeber von heute suchen die eirlegende Wollmilchsau. Doch in einer Welt, die heute komplexer denn je ist, sind vor allem Experten gefragt. Das gilt zum Beispiel für Social Media, die sich in immer neue Entwicklungen ausdifferenzieren. Kein Mensch kann hier sämtliche technischen Entwicklungen überblicken oder alles im Rahmen einer Social Media-Strategie berücksichtigen. Also werden Sie zum Spezialisten, der eines richtig, statt alles nur ein bisschen kann. Etwa im Bereich Marketing

Tipp 2: Werden Sie bloß kein Perfektionist!

Ob nun Koch oder Kellner: „Nobody is perfect!“ Aber statt etwas nicht zu machen, weil es nicht zu 100 Prozent perfekt ist immer noch schlimmer, als lediglich 80, 60 oder auch mal nur 40 Prozent abzugeben. Werden Sie bloß kein Perfektionist und haben Sie Mut Kollegen, Geschäftspartner und den Chef mal um Rat zu fragen. Auch hier machen Sie die Erfahrungen, die Sie dabei sammeln, für die Zukunft selbst- statt fremdbestimmt.

Tipp 3: Arbeiten Sie mit anderen zusammen

In schlechten Teams heißt es: Toll, ein anderer macht es! In guten dagegen wird gemeinsam nach Lösungen gesucht. Arbeiten Sie mit anderen zusammen, statt an Ihrem eigenen Süppchen zu verhungern.

Tipp 4: Nehmen Sie sich die Zeit

Klar, die Welt dreht sich immer schneller. Aber die Furcht, etwas zu verpassen ist ein wesentlicher Grund, warum sich so viele derart fremdbestimmt fühlen. Nehmen Sie sich die Zeit, um herauszufinden, was Sie wirklich wollen. Und dann suchen Sie nach mitstreitern. Für Unternehmen, die etwas verkaufen wollen, zum Beispiel mögen Werbe- und Verkaufsplattformen die erste Wahl sein. Aber sie müssen sich wohl überlegen, welche dieser Plattformen wirklich zu ihnen passt. Sonst haben sie Zeit und damit auch Geld zum Fenster raus geschmissen.

Tipp 5: Mut zur Lücke statt Dienst nach Vorschrift

Dienst nach Vorschrift, das heißt Aufgaben zu erledigen, weil sie scheinbar für die Umsetzung des eigenen Vorhabens dazu gehören. Das ist richtig, aber manchmal kompletter Unsinn! Wer sich mit einem Produkt auf den Markt traut, dass man nicht im Internet verkaufen kann, sollte sich das Geld für einen Online-Shop sparen und lieber auf Marktplätzen oder im Ladengeschäft präsent sein. Also lieber mal Mut zur Lücke und nicht jedem Trend hinterherhecheln.

Christoph Schroeder

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