Management

Sensationelles Präsentieren – Interview mit Michael Moesslang

Heute machen wir Sie auf eine spannende, globale Veranstaltung aufmerksam:

Nach dem Motto „8 Experten, 8-facher Nutzen, 8-fache Emotion“ geben am 10. September 2012 acht internationale Speaker aus USA, Südafrika, Österreich und Deutschland zum „First International Speaker Event“ in München spannende Keynote-Vorträge. Agitano bat die 8 Experten zum Interview. Den Auftakt dieser Interview-Reihe bildet „Der Hitchcock der Präsentation“, Michael Moesslang. Er stellt auf dieser internationalen Veranstaltung – die Vorträge sind größtenteils in Englisch – seine neue, motivierende Keynote „Get up and have your say“ vor.
Für Agitano stellt Michael Moesslang seinen VIP Code MMVIP zur Verfügung, damit erhalten unsere Leser preisreduzierte Tickets. Zur Online-Anmeldung geht es hier.

Das Interview mit Michael Moesslang anlässlich des „First International Speaker Events“:

Guten Tag Herr Moesslang. Sie sind Top 100 Excellence Trainer und Bestseller-Autor. Eines Ihrer Hauptthemen ist sensationelles Präsentieren und die Verbesserung der persönlichen Wirkung. Als Vortragsredner und Lehrbeauftragter – z. B. an der St. Galler Business School – weisen Sie Ihre Zuhörer in die Kunst erfolgreicher Präsentationen ein.

1. Herr Moesslang, 84% der Zuhörer langweilen sich bei Präsentationen, obwohl diese eines der Hauptkommunikationsmittel in und für Unternehmen sind. Warum ist ein erfolgreiches Präsentieren so schwierig?

a) Die drei wichtigsten Gründe sind immer die gleichen. Das ist allen voran Lampenfieber und in der Folge, dass viele nicht gerne Präsentieren. Das merkt der Zuhörer. Das Lampenfieber selbst zu merken, wäre ja nicht das Thema, aber dass der Präsentierende da ungern steht und möglichst schnell wieder von der Bühne fliehen will. Das merke ich an vielen Kleinigkeiten, auch wenn der Betreffende es sich selbst nicht eingestehen will.
b) Der nächste Grund ist schlechte Vorbereitung, teils weil gute Vorbilder und das Know-how fehlen, teils aus Zeitmangel – oft auch nur falsche Zeitplanung. So werden nur Folien voll Text präsentiert, die dem Präsentator gleichzeitig noch als Notizen dienen müssen. Eine gute Präsentation hat Folien, die den exzellent vorbereiteten Redner unterstützen und nicht von ihm ablenken. Bilder und Grafiken statt Textgräber. Ein guter Redner überzeugt durch sein Auftreten und seine Persönlichkeit und verlässt sich keinesfalls nur auf Argumente und Schaubilder.
c) Drittens: Im Alltag bemerke ich immer wieder, dass den Menschen die Bedeutung einer Präsentation nicht wirklich klar ist. Dabei sind Präsentationen oft Weichensteller in wichtigen Projekten und entscheiden über Aufträge und Umsatz. Dem stimmen zwar viele durchaus zu, trotzdem bereiten sie ihre Präsentation nicht rechtzeitig und mit zuwenig Zeit vor. Und vor allem, sie üben nicht. Außerdem ist jeder Präsentator ein Botschafter und eine Visitenkarte des Unternehmens. Viele Unternehmen achten viel zu wenig darauf, wie gut ihr Image nach außen vertreten wird. Doch genau das ist entscheidend.
d) Ich habe ein Buch gegen langweilige Präsentationen geschrieben: „So würde Hitchcock präsentieren – Überzeugen Sie mit dem Meister der Spannung“. Dort erfahren Sie, wie man die Aufmerksamkeit der Zuhörer gewinnt und sie überzeugt. Sir Alfred Hitchcock hatte ja schließlich den Beinamen „Master of Suspense“ und gilt bis heute als der spannendste Regisseur aller Zeiten.

2. Worauf muss bei Vorträgen im Businessumfeld unbedingt geachtet werden? Was sind die dringendsten To Do’s?

a) Da es der Mensch ist, der überzeugen muss, spielt seine Körpersprache, Stimme und vor allem seine Begeisterung eine sehr große Rolle. Wer jedoch in der Vorbereitung nur auf Folien Wert legt, wirkt schnell monoton und der Funke springt nicht über. In meinen Seminaren und im Coaching merke ich, dass sich in der Rhetorik eine der größten Lücken auftut.
b) Wobei das durchaus wieder mit Lampenfieber zu tun hat. Nach meiner Erfahrung leiden rund 97 % unter Nervosität und Aufregung. Es ist ja auch ein natürlicher Schutzmechanismus. Die Folge ist neben unsichtbaren Symptomen wie feuchte Hände vor allem eine kleinere Körpersprache, hektischere Bewegungen, Kurzatmigkeit und statt Begeisterung spürt das Publikum die Angst. So wird der Überzeugungsprozess abgeschwächt oder scheitert gänzlich.
c) Ich empfehle Menschen neben regelmässigen (!) Seminarbesuchen so viel wie möglich Erfahrungen zu sammeln und vor jedem Auftritt mehrmals laut zu üben. Wenn man dann noch beobachtet, wie es die wenigen wirklich guten machen, beispielsweise auf TED.com, dann wird man jedes Mal ein bisschen besser.

 

3. Was sind im Umkehrschluss die absoluten No-Go’s?

a) Von den (zu vollen) Folien ablesen bzw. diese vorzulesen ist das Schlimmste. Monotone Sprechweise und ein langweiliger Aufbau sorgen garantiert dafür, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu verlieren. Mit Zeigefinger oder Stift auf das Publikum deuten wirkt aggressiv. Erkennbar schlechte Vorbereitung der eigenen Performance ist vielleicht als Überbegriff zu nennen.
b) Oder zu glauben, man müsse einfach nur so sein, wie man halt ist. Das ist bei einigen durchaus okay oder sogar ideal. Doch viele wirken im Alltag schon wenig überzeugend, beispielsweise weil ihre Körpersprache, der Blickkontakt oder die Wortwahl nicht wirkungsvoll genug sind. Kommt dann Aufregung dazu, ist es vollends vorbei mit der Wirkung.
c) Im Grunde gibt es sehr, sehr viele No-Go’s. Doch Gott sei Dank haben ja die meisten Menschen nur einige wenige schlechte Angewohnheiten und manchmal fehlt auch nur das Wissen, wie man es besser macht als der Chef, bei dem sich längst eine (schlechte) Routine eingeschlichen hat. Die sind übrigens oft die Schlimmsten, weil sie gar nicht das Einsehen haben, etwas verbessern zu müssen.

4. Jeder hat in einem unterschiedlichen Ausmaß mit Lampenfieber oder zumindest einer gewissen Grundnervosität vor Vorträgen zu kämpfen. Was sind die probatesten Mittel, möglichst schnell wieder einen kühlen Kopf zu bekommen, sowie mittelfristig eine Routine aufzubauen?

a) Da gibt es sehr viele Techniken, mehr als ein Dutzend habe ich in der App „Lampenfieber besiegen“ veröffentlicht (für iPhone und Android, 1,59 € – Sie finden die App hier).
b) Eines der wichtigsten Dinge ist es, langsamer zu werden und tief durchzuatmen. Das beginnt beim ersten Wort: Erst ruhig Mal hinstellen, ein zweites Mal in den Bauchraum atmen, dabei lächelnd Blickkontakt aufbauen, und erst dann mit dem ersten Wort beginnen. Auch beim Sprechen langsamer reden, als es die Meisten tun, ausreichend und wirkungsvolle Sprechpausen einsetzen. Das beruhigt nicht nur selbst, sondern das Publikum hat auch mehr Zeit, das gehörte überhaupt zu verarbeiten und abzuspeichern.
c) In meinem neuen Vortrag „Sag was Du zu sagen hast“ (auf Englisch: “Get up and have your say!”) geht es ja vor allem auch darum, dass die Menschen sich trauen, aufstehen und sprechen. Das muss nicht immer gleich eine Rede oder Präsentation sein, das gilt auch für Meetings oder einfach im Alltag. Ich bin der festen Überzeugung, dass viele gute Ideen verloren gehen oder auch Probleme zu spät erkannt werden, weil die Menschen lieber nett zustimmen oder schweigen, als ihre eigen Gedanken auszusprechen. Oft eben wirklich aus Angst und Lampenfieber. Doch so kommen wir nicht weiter! Denn so steht der Einzelne permanent seinem Erfolg im Weg. Deshalb mein Motivations-Appell: aufstehen und reden!

Herr Moesslang, vielen Dank für das interessante Interview!

Herzlichen Dank auch an AGITANO. Mehr erfahren Sie am 10. September beim First International Speaker Event in München. Dort hat mein neuer Vortrag Premiere! (Link zur Online-Anmeldung – Rabattcode: MMVIP)

Details zur Veranstaltung:

International Speaking Event
10. September 2012 18:30 Uhr
Cincinnati Kino – Cincinnatistraße 31 in 81549 München
Link zur Online-Anmeldung – für alle Agitano-Leser mit dem speziellen Rabatt-Code MMVIP statt zum regulären Preis von 49,– Euro zum Vorzugspreis von 35,– Euro!

(Das Interview führte Marc Brümmer, Redaktionsleiter von AGITANO.com)

 

Webinarreihe mit Michael Moesslang auf AGITANO, dem Wirtschaftsforum für den Mittelstand:

Sie können Michael Moesslang auch in einer spannenden und kurzweiligen Webinar-Reihe auf AGITANO erleben. Der Hitchcock der Präsentation“ zeigt Ihnen, wie Sie aus Ihrer Präsentation eine Sensation machen! Von 28. August bis zum 30. August 2012 live an drei Tagen. Die Webinar-Reihe findet in Kooperation mit AGITANO, dem Wirtschaftsforum für den Mittelstand, statt.

 

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