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Sicheres mobiles Internet im Urlaub – Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik gibt Tipps

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[Bild: Gerd Altmann / pixelio.de]

Die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte verleitet auch im Urlaub zum schnellen Zugriff aufs Internet – sei es, um kurz die Emails zu checken, Präsenz beim Arbeitgeber zu zeigen, kleinere Arbeiten vom Urlaubsort aus auszuführen oder Online-Banking zu betreiben. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik warnt jedoch vor dem sorglosen mobilen Zugriff aufs Internet im Urlaub und hat entsprechend sieben Sicherheitstipps veröffentlicht.

Mobiles Arbeiten mit Notebook, Smartphone und Tablet Computern gehört mittlerweile für viele Menschen zum Alltag. Laut dem Hightech-Verband BITKOM greift inzwischen jeder dritte Beschäftigte in Deutschland von unterwegs mobil auf Unternehmensdaten auf die IT seines Arbeitgebers zu. Dabei fehlt bei den Unternehmen häufig noch das Bewusstsein, dass mit mobilen Geräten auch auf einen Großteil sensibler Unternehmensdaten zugegriffen werden kann, sowie eine entsprechende Sicherheitsstrategie. So erhält auch nur rund ein Drittel der Erwerbstätigen von seinem Arbeitgeber Regeln für den Umgang mit mobilen Endgeräten.

Online-Kriminelle machen keine Ferien – viele Netze im Ausland sind nicht gesichert

Auch im Urlaub sind mobile, internetfähige Geräte zu unverzichtbaren Begleitern geworden, sei es um Emails zu checken, eBooks oder Reiseführer herunterzuladen oder Urlaubsfotos online zu stellen. Dabei sind ungesicherte WLAN-Netze auf Flughäfen, in Hotels oder Cafés jedoch eine ideale Angriffsfläche für Online-Kriminelle. Dies gilt besonders für den Zugriff auf die Unternehmens-IT des Arbeitgebers oder sensible Daten wie beispielsweise beim Online-Banking. Damit die Urlaubsfreude ungetrübt bleibt, sollten Urlauber nicht zu sorglos mit ihren Daten umgehen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat daher sieben Sicherheitstipps für den Umgang mit dem mobilen Internet im Urlaub veröffentlicht:

1. Schützen Sie sich vor Gerätediebstahl und Datendieben
Laptops oder Smartphones sind für Diebe attraktiv. Nehmen Sie deshalb nur die Geräte mit, die Sie wirklich benötigen, und schalten Sie diese nur ein, wenn sie gebraucht werden. Aktivieren Sie bei Smartphones den PIN und bei Laptops und Tablets die Passwort-Abfrage für Benutzerkonten, damit bei einem Diebstahl die gespeicherten Daten nicht missbraucht werden können.

2. Informieren Sie sich bei Auslandsreisen über Ihren Mobilfunktarif
Bei Gesprächen im Ausland entstehen Roaming-Gebühren, also Kosten für die Nutzung eines ausländischen Mobilfunknetzes. Bei Telefonaten vom Urlaubsort nach Hause können dabei horrende Rechnungen entstehen. Dies gilt in noch höherem Maße für die Nutzung von Datenverbindungen mit dem Smartphone. Deshalb sollten Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrem Anbieter über die Roaming-Gebühren informieren und Ihr Mobiltelefon dementsprechend nutzen. Bei längeren Reisen empfiehlt sich unter Umständen die Anschaffung eines Prepaid-Handys.

3. Vorsicht bei der Nutzung fremder Computer
Viele Nutzer finden es komfortabel, im Hotel zu surfen oder im Internetcafé E-Mails zu lesen. Doch das birgt Risiken, wenn Virenschutzsoftware und Firewall nicht auf dem neuesten Stand sind. Bearbeiten Sie keine sensiblen Informationen auf fremden Computern und löschen Sie nach der Nutzung zwischengespeicherte Informationen sowie den Cache-Speicher des Browsers.

4. Vorsicht bei der Nutzung mobiler Netzwerke (WLAN)
Informieren Sie sich vorab über das Sicherheitsniveau des öffentlichen WLANs (ein zuverlässiger Sicherheitsstandard ist die Verschlüsselung mit WPA2) und aktivieren Sie die WLAN-Funktion Ihres mobilen Gerätes nur bei Gebrauch.

5. Vorsicht bei Online-Geldgeschäften auf Reisen
Gerade im Auslandsurlaub könnte der Zugriff auf das heimische Konto nützlich sein. Aber: Öffentlich zugängliche Computer sind häufig nicht ausreichend vor Schadsoftware geschützt. Vermeiden Sie deswegen Online-Banking oder -Einkäufe. Ist das nicht möglich, sollten Internet-Adressen immer manuell eingegeben sowie auf verschlüsselte Datenübertragung geachtet werden. Das gilt neben der Nutzung von fremden Rechnern auch bei allen mobilen Geräten mit Internetzugang, die für die Bearbeitung sensibler Daten eingesetzt werden. Außerdem ist es sinnvoll, mit der Bank ein Limit für tägliche Geldbewegungen zu vereinbaren.

6. Achten Sie auf Ihre persönlichen Daten
Vermeiden Sie bei öffentlich zugänglichen Computern die Bearbeitung von vertraulichen Daten. Bei Nutzung eigener mobiler Geräte besteht die Gefahr, dass durch Diebstahl des Gerätes oder Datenspeichers die darauf vorhandenen Daten missbraucht werden. Deshalb sollten wichtige, vertrauliche Daten nur verschlüsselt abgelegt werden.

7. Schützen Sie Ihren Nachwuchs auch am Urlaubsort
Wollen Ihre Kinder in den Ferien mit fremden Computern im Internet surfen, so sollten Sie daran denken, dass hier in der Regel keine Filterprogramme zur Verfügung stehen. Chats oder Kontaktbörsen stehen Kindern dort also unter Umständen offen. Hinzu kommen Risiken beispielsweise durch ungeeignete Computerspiele oder den Download kostenpflichtiger Programme. Hierüber sollten Sie mit Ihrem Kind sprechen sowie alle von ihm genutzten Geräte vorab prüfen.

Detailliertere Informationen finden Sie auf BSI für Bürger

(mb)

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Marc Brümmer

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