Marketing

Sieben Todsünden im Social Media Advertising

Social Media Advertising birgt große Chancen für Werbungtreibende. Vorausgesetzt die Werbekampagnen kommen nicht trivial daher. „Es ist ein weitverbreiteter Irrtum, dass Werbekampagnen in Social Media einfach »von selbst« laufen […]“, erklärt Uwe-Michael Sinn, Geschäftsführer der Agentur rabbit performance.. Im Folgenden listet der Experte für Social Media Advertising die sieben Todsünden beziehungsweise häufigsten Fehler bei Werbekampagnen auf Facebook, Twitter, Xing, Pinterest & Co. auf.

Social Media Advertising – oft gehört, selten angewandt

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Obwohl die Klickrate in den sozialen Medien steigt, verzichten viele Unternehmen auf Social Media Advertising. (Bild: Viktor Hanáček / picjumbo.com / »Girl is typing on her iPhone in Café«)

Vielen Unternehmern, die sich Gedanken über effektive Werbemaßnahmen machen, wird der Begriff Social Media Advertising sicher das eine oder andere Mal über den Weg gelaufen sein. Ganz grob zusammengefasst handelt es sich dabei um eine Form des Onlinemarketings, bei dem Unternehmen die sozialen Medien für Werbezwecke nutzen möchten. In sechs Gründe für Social Media Advertising im B2B wurde bereits thematisiert, dass diese Marketingstrategie in der deutschen Wirtschaft immer noch nicht angekommen ist. Und das, obwohl die Klickrate bei Facebook-Werbeanzeigen deutlich zunimmt, wie der »Q3 2014 Global Facebook Advertising Report« des Werbetool-Anbieters Nanigans belegt.* Vielleicht liegt es daran, dass viele folgende sieben Todsünden im Social Media Advertising begehen.

Sünde Nr. 1: Der Tunnelblick

Manch einer sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Im vorliegenden Fall wird oft der User vor lauter Marketingzielen nicht gesehen. Um das zu vermeiden, stellen Sie den Nutzer beim Social Media Advertising in den Mittelpunkt. Was sind seine primären Interessen? Wenn er auf einer Plattform unterwegs ist, hat er zweierlei Erwartungen: zum einen ganz persönliche an das soziale Netzwerk selbst und zum anderen an dort ausgespielte Werbung. Den Wunsch des Nutzers an diese beiden Seiten zu dekodieren und zu vereinen, ist die größte Herausforderung für werbungtreibende Unternehmen.

Sünde Nr. 2: Einfach drauf…

… und die damit verbundenen Streuverluste einfach in Kauf nehmen. Nutzen Sie beim Erstellen einer Strategie für Ihr Social Media Advertising die vielen Segmentierungskriterien, um Ihre Zielgruppen so genau wie möglich zu definieren und die Kampagne darauf auszurichten.

Clever werben heißt, die Chancen, die sich durch Unterzielgruppen ergeben, geschickt durch passende Inhalte für jedes Cluster zu nutzen. Dieses Vorgehen wirkt sich nicht nur positiv auf die Nutzerakzeptanz und damit den Erfolg Ihrer Kampagne aus, sondern schont auch Ihr Werbebudget.

Sünde Nr 3: Unsensibel sein

Viele Unternehmen nutzen den gleichen Content, den sie bereits für andere Marketingkanäle (zum Beispiel die Firmenhomepage) erstellt haben, für Ihren Auftritt in den sozialen Medien, statt auf eine kanalspezifische Umsetzung Ihrer Werbung zu achten.

  • Passt Ihre Werbebotschaft in das Umfeld?
  • Sprechen Sie die User unterschiedlich an?
  • Kann die Kampagne auch über mehrere Kanäle erlebbar werden?

Diese Fragen sollten Sie unbedingt mit einem „Ja!“ beantworten können.

Sünde Nr 4: Die Holzhammer-Methode

Nur an Abverkauf denken. Nichts ist schlimmer, als wenn Sie die richtige Person zum falschen Zeitpunkt mit dem Holzhammer zum Kauf prügeln wollen.

Setzen Sie sich Zwischenziele, definieren Sie sogenannte Mikro-Conversions. Bauen Sie schrittweise eine Beziehung zu dem potenziellen Kunden auf und finden Sie heraus, welche Bedürfnisse und Interessen er hat.

Gerade im Social Media Advertising sind oft die Kampagnen besonders erfolgreich, die mithilfe von ersten, einfachen Zielen den User mit wenigen Klicks zur Conversion führen.

Sünde Nr. 5: Werbeformat ohne Testing

Um das optimale Werbeformat für Ihre Kampagne zu finden, müssen Sie verschiedene Formate gegeneinander testen. So können Sie anhand von messbaren Ergebnissen sehen, welches Ad-Set für Ihr Produkt und Ihre Marke am besten funktioniert. Das Anzeigenformat ist dabei abhängig von den Kommunikationszielen, dem vorhandenen Content und dem zur Verfügung stehenden Budget.

Sünde Nr. 6: Vermuten statt wissen

Die Relevanz und der Erfolg Ihrer Werbebotschaft hängen unmittelbar mit der Gestaltung Ihres Werbemittels zusammen. Innerhalb einer laufenden Kampagne sollten Sie Visuals, Bilder und Videos testen und weiter optimieren. Auch um Interessenten immer wieder neu zu aktivieren und den gefühlten Nervfaktor so gering wie möglich zu halten. Denn je nach eingestelltem Frequency Cap können innerhalb einer Woche schon zahlreiche Ad-Impressions pro Nutzer zustande kommen.

Sünde Nr. 7: Zu kurzer Atem

Viele Unternehmen unterschätzen den Projektaufwand für die Betreuung von Social-Media-Kampagnen und geben zu schnell auf. Ein Engagement von mindestens drei bis sechs Monaten ist empfehlenswert, um ein Werbekonzept wirkungsvoll und langfristig zu etablieren. Oft wird ein Kanal zu schnell für ungeeignet erklärt, weil der erhoffte kurzfristige Erfolg ausbleibt. Unternehmen müssen auch auf dem neuesten Stand bleiben, was Algorithmus-Änderungen, Targeting und Werbeformate betrifft. Wer hier nicht am Ball bleibt, hat schnell das Nachsehen oder kauft Reichweiten zu teuer ein.

Über rabbit performance:

rabbit performance ist eine Agentur für Prospect Relationship Management (PRM) und erschließt für B2B- und B2C-Unternehmen neue gewinnbringende Zielgruppenpotenziale im Internet. Zur Anwendung kommen verschiedene Online Marketing Maßnahmen wie etwa Social Media Advertising, E-Mail-Marketing, Retargeting, Native Advertising oder Displaywerbung. Weiterführende Informationen im Internet unter: www.rabbit-performance.de

* Den »Q3 2014 Global Facebook Advertising Report« des Werbetool-Anbieters Nanigans können am Thema Interessierte unter folgendem Link herunterladen: http://bit.ly/1WdWgFn

Christoph Schroeder

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