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Siemens errichtet in Katar Zählerdatenmanagement und hochmodernes Tramsystem

Siemens errichtet in Katars Hauptstadt Doha ein hochmodernes Tramsystem mit 19 Straßenbahnen. Außerdem installiert das Unternehmen in drei Stadteilen eine schlüsselfertige Smart-Metering-Lösung für intelligente Stromnetze. Dieses Projekt ist Teil von Katars ehrgeizigem Netzausbauprogramm. Die Tram dient zum langfristigen Ausbau der Infrastruktur.

Bis Mai 2013 werden insgesamt 17.000 intelligente Strom- und Wasserzähler in Doha installiert. Die ersten Geräte werden derzeit ausgeliefert. Kernstück der Smart-Metering-Lösung ist das Zählerdatenmanagementsystem EnergyIP, das die großen Datenmengen effizient verarbeitet und für Auswertungen bereitstellt. Zusätzlich liefert Siemens ein modernes Breitband-Kommunikationsnetz.

Die Smart-Metering-Lösung ist Teil eines Smart-Grid Projekts der Qatar General Electricity & Water Corporation (Kahramaa). Das Versorgungsunternehmen will testen, wie sich die Nachfrage nach Energie während der Spitzenlastzeiten managen lässt. Außerdem sollen anhand der umfassenden Zählerdaten Prozesse für Abrechnungen entwickelt werden, die den Kunden ihren Energieverbrauch transparent aufschlüsseln. Der Auftrag an Siemens umfasst 10 Millionen Euro.

Über die weltweit modernste Technologie verfügen die 19 Straßenbahnen, die ab Herbst 2015 in Doha fahren werden. Ausgerüstet mit Energiespeichern, können sie die gut elf Kilometer lange Strecke ohne Oberleitung bedienen. Spezielle Deckenstromschienen an den 25 Haltestellen laden die Speicher selbst bei kürzesten Stopps wieder auf.

Die Straßenbahnen werden unter anderem auf die besonderen Klimabedingungen in dem Wüstenstaat ausgerichtet. Eine starke Klimaanlage und spezielle Sonnenschutzeinrichtungen auf dem Dach schützen die elektrische Ausrüstung vor Strahlungswärme.

Auftraggeber für das Tramsystem im Wert von mehr als 100 Millionen Euro ist eine Stiftung, die als Kompetenzzentrum der Initiative „Qatar National Vision 2030″ die Entwicklung des Landes vorantreibt. Die Straßenbahnen basieren auf der Avenio-Plattform von Siemens. Acht Avenio-Bahnen wurden jüngst auch von der Stadt München bestellt.

Quelle: Siemens Innovation via Innovations Report

Christoph Schroeder

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