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Smartphones: Von neuen Technologien und Meilensteinen, sicheren Geschäftshandys und schnelleren Tastatur-Layouts

Smartphones: Von neuen Technologien, weiteren Meilensteinen, sicheren Geschäftshandys, Videos in HD, schnelleren Tastatur-Layouts und Allnet Flatrats

20 Jahre nach der weltweit ersten SMS am 3. Dezember 1992 verschickt jeder Deutsche im Schnitt 700 SMS pro Jahr (1999 waren es erst 44 SMS pro Jahr und Bundesbürger). Die 58 Milliarden SMS in Deutschland 2012 erwirtschafteten dabei laut BITKOM einen Umsatz von 3,1 Milliarden Euro. Aufgrund der weiterhin ungebrochen hohen Nachfrage nach Smartphones wird für 2013 ein kräftiges Umsatzwachstum um 18% auf fast 10 Milliarden Euro bei den mobilen Endgeräten erwartet. Auf der anderen Seite dürfte es bei den Telekommunikationsdiensten einen Rückgang um 1,6% auf rund 50 Milliarden Euro geben – das liegt u.a. an den sinkenden Terminierungsentgelten im Inland und die sinkenden Roaming-Gebühren im Ausland.

Mit fast 36 Millionen Kunden (31,5%) ist Vodafone der Mobilfunknetzbetreiber mit dem größten Marktanteil. Es folgen die Telekom (31,2%), E Plus (21%) sowie Telefónica mit der Marke O2 (17%). Insgesamt gab es im zweiten Quartal 2012 in Deutschland 114 Millionen Teilnehmer im Mobilfunk. Damit besitzt jeder Einwohner im Schnitt 1,4 SIM Karten.

Die rasante Entwicklung im Bereich des Mobilfunks und der entsprechenden Geräte und Technologien bringt einige Fragen, Risiken aber auch Chancen mit sich. Hier ein Überblick über aktuelle Änderungen im Mobilfunkbereich:

Geschäftshandy

Aus dem Unternehmensalltag sind mobile Endgeräte inzwischen nicht mehr wegzudenken: Ein Drittel der Unternehmen in Deutschland (33%) stellten laut dem Statistischen Bundesamt ihren Beschäftigten im Jahr 2012 tragbare Geräte mit mobiler Internetverbindung zum Geschäftsgebrauch zur Verfügung (beispielsweise Smartphonesund Tablets). Damit hat sich die Anzahl gegenüber dem Jahr 2008 mehr als verdoppelt. Bei kleinen Unternehmen mit bis zu 9 Beschäftigten sind es mittlerweile 31%, bei Unternehmen zwischen 10-49 Beschäftigten sind es 48%, bei Unternehmen mit 50-249 Beschäftigten 75% und bei Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sogar 91%, die ihren Beschäftigten tragbare Geräte mit mobiler Internetverbindung zur Verfügung stellen (mehr in der kostenlosen Veröffentlichung „Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen 2012“ des Statistischen Bundesamtes).

Sicherheitslösung BizzTrust für SmartpGeschäftshandys

Der immer stärkere Einsatz von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets in Firmen und Behörden bringt ein großes Risiko für kritischen Daten der Organisationen mit sich. Die Anzahl der Angriffe auf mobile Geräte durch Malware nimmt sprunghaft zu. Dieses grundsätzliche Risiko geht mit der Anforderung der Anwender einher, Smartphones möglichst freizügig auch privat nutzen zu können. Sirrix und das Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT haben nun kürzlich BizzTrust für Android vorgestellt. Die innovative Sicherheitslösung trennt geschäftliche und private Daten und Dienste auf Android-Geräten und schützt somit wirksam vor Angriffen auf die Firmeninfrastruktur.

Neue Handykameras

An der Technischen Universität München wurde eine neue Generation von Bildsensoren entwickelt: Sie sind dreimal lichtempfindlicher als herkömmliche Silizium-Sensoren, dabei ist ihre Herstellung einfach und zugleich deutlich kostengünstiger. Die Bildsensoren bestehen dabei aus elektrisch leitenden Kunststoffen, die als hauchdünner Film aufgesprüht werden. Für den Einsatz in Kameras sind die organischen Sensoren auch durch ihr geringes Bildrauschen und die hohe Bildrate gut geeignet.

Meilenstein in der JPEG-Bildkomprimierung

Eine Forschergruppe des Instituts für Angewandte Informatik (InfAI) e.V. an der Universität Leipzig hat einen weiteren Meilenstein in der Bildkomprimierung erreicht. Das Update der Softwarebibliothek “libjpeg” (JPEG) auf Version 9 ermöglicht nach 15 Jahren kontinuierlicher Weiterentwicklung erstmals die verlustfreie Bildkomprimierung. Dies bietet sowohl Endnutzern wie auch industriellen Anwendern einen sehr hohen Mehrwert.

Neuer Mobilfunkstandard für die Informationsgesellschaft 2020

Während derzeit aktuell der Mobilfunkstandard LTE Deutschland eingeführt wird, werden mit „METIS“ bereits die Weichen für die nächste Generation „5G“ eines mobilen und drahtlosen Kommunikationssystems ab 2020 gestellt. Damit soll künftig das rasant steigende Datenvolumen und die ebenfalls stark zunehmende Zahl vernetzter Geräte bewältigt und die Kommunikation von Mensch und Maschine sowie von Maschine zu Maschine effizient, sicher und komfortabel gestaltet werden. Während UMTS (bzw. 3G) lediglich maximal 28 Megabit pro Sekunde schafft, erreicht LTE (4G) bereits zunächst 100 Megabit pro Sekunde, in weiteren Ausbaustufen dann sogar bis zu 300 Megabit pro Sekunde.

Neuer Videokompressionsstandard HEVC

Das Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut HHI in Berlin, hat zusammen mit namenhaften Elektronikherstellern den neuen Videokompressionsstandard HEVC (High Efficiency Video Coding) entwickelt. Der neue Kompressionsstandard benötigt zur Videoübertragung in hoher Qualität nur die halbe Bandbreite, kann also doppelt so viele Endgeräte bedienen wie der bisherige Standard H.264/MPEG-4 AVC. Dadurch werden die Netze spürbar entlastet, die Bildqualität bleibt hoch (v.a. Bei HD Videos) und die Ladezeiten werden deutlich reduziert.

Neues Tastatur-Layout für Touchscreens spart 34% Zeit

KALQ statt QWERTY – Max-Planck-Forscher haben das Layout der Tastatur für Touchscreensneu entworfen. Die computergestützte Optimierung der Tastatur hat ein unerwartetes Resultat: Im neuen Tastatur-Layout KALQ liegen alle Vokale im Bereich des rechten Daumens, wohingegen der linke Daumen mehr Buchstaben zugewiesen bekommt. KALQ wird ab Anfang Mai als freie App auf Android-Smartphones zur Verfügung gestellt. Insgesamt spart das neue Layout rund 34% der Eingabezeit ein.

Allnet Flats – Drosselung bei Datenflats – Datenvolumen und Taktung sind entscheidend

Bei den derzeit erhältlichen mobilen Datenflatrates erhalten Kunden fast ausschließlich Tarife bei denen ab Erreichen eines bestimmten Datenvolumens die Geschwindigkeit der Internetverbindung stark gedrosselt wird. Diese Drosselung setzt bei vielen Allnet Flat Tarifen in der Regel ab Erreichen von 300-500 MB Datenvolumen ein. Der Unterschied versteckt sich jedoch im Detail: Während das inkludierte Datenvolumen in der Regel direkt kommuniziert wird, wird die Taktung oft im Kleingedruckten „versteckt“. Dabei kann die Daten-Taktung bei einem bei Allnet Flats gängigen Inklusivvolumen von 500 MB einen erheblichen Unterschied machen, wie das Beispiel zeigt: Wer bei einer Abrechnung im 10 KB (Kilobyte) Takt 1000 Webseiten pro Monat mit einer durchschnittlichen Seitengröße von 50 KB abruft, hat 50 MB seines inkludierten Datenvolumens in Anspruch genommen (unter der Annahme einer separate Datenverbindung pro Webseite). Bei einer Taktung in 100 KB Schritten würden wegen der Aufrundung bereits 100 MB des ungedrosselten Datenvolumens abgerechnet. Die für den Kunden günstigere 10 KB Taktung bieten beispielsweise die Allnet Flats von congstar und Yourfone. Die Telekom und Vodafone rechnen hingegen derzeit im 100 KB Takt ab. Unter anderem auf dieses Detail gilt es daher beim Allnet Flat Preisvergleich ebenfalls zu achten.

(mb)

Marc Brümmer

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