IT

So geht mehr Sicherheit für das eigene WLAN-Netzwerk

Zugang zum Internet ueber das am WLAN angeschlossene Tablet das auf dem weissen Kuechentisch liegt

Ob der Wunsch nach Sicherheit oder der nach Bequemlichkeit Triebfeder ist, sei dahin gestellt. Fakt ist, der Deutsche surft am liebsten im heimischen WLAN-Netzwerk. Das zeigen Ergebnisse einer Umfrage des Digitalverbandes BITKOM. Doch auch das vermeintlich sichere „WLAN at Home“ birgt so seine Tücken. Im folgenden Beitrag geben einen kompakten darüber, wie diese aussehen und wie man sie eliminiert.

Smartphones & Co treiben WLAN in die Höhe

Funknetzwerke, so genannte WLANs, erfreuen sich steigender Beliebtheit. Das hat allen voran mit den technischen Errungenschaften der vergangenen Jahrzehnte zu tun. Inzwischen haben nicht mehr ausschließlich Desktop-PCs und Notebooks Zugang zu WLAN-Netzwerken. Auch Smartphones und Tablets unterstützen diese Kommunikationstechnik. Das ist bequem. E-Mails checken, die Wettervorhersage abrufen, ja sogar Reisen buchen – all das geht mittlerweile von der heimischen Couch aus.

Diese Bequemlichkeit hat allerdings ihren Preis: Sicherheit! Traditionelle LAN-Netzwerke, ermöglicht durch Leitungen und Kabel, bieten aufgrund ihres Wesens einen gewissen Schutz vor externen Angriffen. Denn ohne physikalischen Eingriff in die Leitungen (die logischerweise innerhalb eines Gebäudes verlaufen) können Fremde nicht ohne weiteres Zugriff auf Netzwerke erhalten. Beim WLAN ist das anders. Hier „benötigt ein Spion lediglich ein Empfangsgerät, das sich in der Reichweite der ausgesendeten Funksignale befindet“, warnen Sicherheitsexperten des Online-Dienstleisters 1 & 1.

In wenigen Schritten zu mehr Sicherheit

So ein Netzwerk-Angriff kann den WLAN-Besitzer teuer zu stehen bekommen. Immer wieder sorgten Rechtsstreitigkeiten für Aufsehen, in denen die private Inhaber eines Funknetzwerks für das Fehlverhalten von Cyberkriminellen haftbar gemacht werden sollten. Etwa, wenn diese Filme oder Musik illegal downloadeten. Ob nun durch die Abschaffung der so genannten Störhaftung der Weg für offenes WLAN in Deutschland frei ist, bleibt unter Juristen weiterhin umstritten. „Es bleibt abzuwarten, ob nicht doch noch eine Haftung durch die Hintertür eingeführt wird“, so der Kölner Rechtsanwalt Christian Solmecke gegenüber Welt-Online.

Aber auch aus Gründen des Datenschutzes sollte dem Thema Sicherheit beim firmen- beziehungsweise hauseigenem WLAN höchste Priorität eingeräumt werden. Diese ist in wenigen Schritten umgesetzt:

1. Die richtige Verschlüsselungsmethode auswählen

Die erste wichtige Sicherheitsmaßnahme ist die Wahl der richtigen Verschlüsselungs- und Authentifizierungsmethoden. Wi-Fi Protected Access 2, kurz WPA2 ist die aktuell sicherste Variante. Aus diesem Grund sollte diese den älteren Standards (WEP und WPA) vorgezogen werden.

2. Starkes Passwort auswählen

Passwörter sollten möglichst lang (mindestens 13 Stellen), vollkommen sinnfrei und aus Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen wie „!“ oder „$“ bestehen. Am besten nutzen Sie zur Generierung und sicheren Aufbewahrung Passwort Manager. LastPass zum Beispiel ist ein unabhängiger Passwortmanager der als so genannter Addon problemlos in Webbrowsern wie Firefox genutzt werden kann.

3. Bezeichnung verbergen

Für mobile Endgeräte sowie PCs ist der Name des WLANs, auch SSID genannt, sichtbar. Man kann diese allerdings auch verbergen. Solche Einstellungen nimmt man über den Webbrowser vor. Dieser verschafft einem Zugang zu Einstellungsoptionen für das Netzwerk. Wenn man sich jedoch für eine sichtbare SSID entscheidet, darf der Name auf keinen Fall Rückschlüsse auf den Inhaber des Netzwerkes oder die technischen Eigenschaften zulassen! Solche Informationen ermöglichen Angreifer, gezielt nach Schwachstellen zu suchen.

Christoph Schroeder

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.