Themenserien

Social Media – ein Ausblick

… oder wie Sie sich als Keynote Speaker, Trainer oder Coach strategisch als Experte positionieren. Kolumne von Monika Paitl

 

Nun auch in englischer Sprache weiter unten im Text.

Please scroll down for the English version.

 

Das letzte Mal haben wir beleuchtet, warum Facebook sehr interessant ist, um sich als Experte zu positionieren, aber dass es doch wichtig ist, ein klein wenig Vorsicht walten zu lassen. Heute geht es darum, in welche Richtung Social Media sich generell bewegen könnten. Dieser Beitrag ist nicht nur für Experten gedacht, die sich strategisch positionieren wollen, sondern ist als eine Art philosophischer Ansatz  zu sehen, wo die Reise Social Media uns hinführt.


Das Dilemma Facebook am Arbeitsplatz

 

Zu Facebook bleibt zum Thema Ausblick  zu sagen, dass Unternehmen weltweit sich nun überlegen müssen und dies auch schon massiv tun, ob sie die Verwendung von speziell Facebook für Ihre Mitarbeiter unterbinden oder zulassen. Aufgrund der Sicherheitsrisiken für Daten gibt es sicher stichhaltige Gründe, dies nicht zu erlauben. Auf der anderen Seite verwenden Unternehmen Facebook, um Ihre Leistungen und Produkte bekannt zu machen. Dann ist es natürlich schwierig, die allgemeine Nutzung zu untersagen. Verbote führen naturgemäss immer dazu, einen Weg zu finden, diese zu umgehen. Für kreative Branchen können Facebook und Twitter sehr wertvolle Recherche- und Trendplattformen sein, es wäre also unklug, auf diese im Arbeitsalltag zu verzichten. Unternehmen müssen diese Entscheidung vermutlich von Fall zu Fall und von Branche zu Branche individuell treffen.

 

Das Thema ist auf jeden Fall hochbrisant. Christoph Athanas, Geschäftsführer der Meta HR Unternehmensberatung aus Berlin hat dieses Dilemma in seinem  sehr interessanten HR-Blog exzellent herausgearbeitet: http://ht.ly/32cic

 

Wo geht  die Reise von Social Media hin?

 

Nun, wir sind alle keine Propheten und können neue Entwicklungen nur schwer voraussagen. Noch vor relativ kurzer Zeit sprach niemand von Twitter, heute twittern weltweit so viele Menschen, und täglich werden es mehr. Hätte man noch vor einiger Zeit gesagt, ich muss jetzt online gehen, um mal kurz zu „zwitschern“ wären die Reaktionen der Mitmenschen wohl ein wenig befremdet ausgefallen. Heute wissen die Meisten – zumindest theoretisch – was Twitter ist. Twitter hat jetzt – Beginn November 2010 – 175 Millionen registrierte User. Im September 2010 waren es „nur“ 145 Millionen. 30 Millionen neue Twitterer in knapp zwei Monaten. Im Vergleich dazu: 58 Millionen Twitter Verwender  im Jahre 2009. *)Und da gibt es Unternehmer, die meinen, „das brauchen wir nicht“. Mit Twitter ist also sicher weiterhin zu rechnen als wichtiges Tool in Social Media.  Facebook – obwohl kritisch betratet – bleibt auf jeden Fall auch im Rennen.  Und vielleicht ist ja schon ein ganz fantastisches Instrument in USA oder anderswo gerade im Entstehen, das wir alle in einigen Jahren begeistert verwenden werden.

 

*) Quelle: TechCrunch, Leena Rao: http://techcrunch.com/2010/10/31/twitter-users/

 

Der Dialog ist installiert

 

Was meiner Meinung nach auf jeden Fall bleiben wird, wo es kein Zurück mehr gibt, ist der direkte Dialog zwischen Menschen und Unternehmen, Menschen und Organisationen und vor allem Menschen und Menschen, der sich nach und nach installiert hat. Menschen lieben es, involviert zu sein, um ihre Meinung gefragt zu werden, das Gefühl zu haben „Teil eines Ganzen“ zu sein. Kunden werden die „Macht“, die Ihnen dieser direkte Dialog bietet, die Möglichkeit, Kommentare auf Unternehmensseiten auf Facebook abzugeben und damit Einfluss auszuüben, sicher nie mehr abgeben. Social Media ist also ganz sicher nicht als „Hype“ zu bezeichnen. Es ist da und wird bleiben.  Weil Social Media den Wünschen der Menschen, sich auszutauschen, sich mitzuteilen, entgegen kommen. Deswegen rate ich allen meinen Kunden, sobald als möglich in Social Media einzusteigen, an diesem Dialog rasch teilzunehmen. Die Instrumente und Plattformen, auf denen die Dialoge stattfinden, werden nicht immer dieselben sein. Aber diese Art des offenen, beidseitigen Kommunizierens und vor allem die Protagonisten, werden sich nicht ändern. Wer von Anfang an dabei war, ist dann schon bekannt, kennt die Mechanismen und kann einfacher auf neue Plattformen umsteigen.

 

Social Media als Instrument des  modernen Employer Branding

 

Unternehmen sollten auch die Bedeutung von Social Media als wertvolles Instrument zum Außenauftritt gegenüber ihren zukünftigen Mitarbeitern nicht unterschätzen. Die jungen Talente sind alle mit Internet und Social Media aufgewachsen, es ist Teil ihrer selbst. Wo, wenn nicht auf diesen Kanälen, sollten Unternehmen ihre zukünftigen Führungskräfte abholen? Und zwar schon sehr frühzeitig. Über Social Media können Unternehmen ihre zukünftigen „high potentials“ finden, auf sich aufmerksam machen und sie zum Träumen anregen, wie es wohl wäre, ein Teil gerade dieses Unternehmens zu sein, Einfluss zu haben und  mitbestimmen zu können.  Diese früh geschaffene emotionale Verbindung ist im sicher kommenden „War of Talents“ immens wichtig.

 

Nächste Woche: „Wer braucht Gowalla und Foursquare?"

 

 

Über Monika Paitl:

Monika B. Paitl ist Inhaberin von communications9, eine auf PR und Management für deutsche und internationale Keynote Speaker, Trainer und Coaches spezialisierte PR-Agentur. communications9 verbindet gemäss dem Motto „linking the speaking world“ die Welt der Sprecher, Trainer und Coaches mit der der Medien und Unternehmen. Monika B. Paitl gründete nach Jahren in der Automobil- und Elektronikindustrie ihre eigene Agentur und bringt ihre internationalen Erfahrungen in den Bereichen Presse, Events und Weiterbildung ein. Neben klassischer PR ist Monika B. Paitl auch Expertin für Social Media-PR.

 

 

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English Version

 

Social Media – an outlook

 

In the last column we have established the importance of Facebook for experts and why it is vital to be a little bit careful when using this platform. Today we will see where the journey Social Media generally takes us. This column is written not only for experts, but represents a rather philosophical approach about the possible future of Social Media.

 

Facebook at the workplace – a dilemma

 

Concerning Facebook companies have started thinking if they should allow their employees using Facebook during their work time. There are some serious security reasons and if companies decide against it this must and should be accepted. On the other hand, many companies use Facebook to promote their services and products. So it is difficult to say „No“, too dangerous. Strict forbiddance normally only leads to skillful ways around it … Furthermore, Twitter and Facebook are highly valuable research- and trend-tools and employees should be allowed to use them for their and the company‘s inspiration. Companies will have to decide from case to case and industry to industry. Anyhow, the subject is controversial. Christoph Athanas, Managing Director of Meta HR Unternehmensberatung, Berlin, has developped this subject brilliantly on his very interesting HR-blog: http://ht.ly/32cic (in German language).

 

Where does the Social Media journey take us?

 

As none of us is a prophet, it is difficult to predict new developments precisely. Some time ago nobody talked about Twitter, today there is a huge number of active Twitter users around and there are more and more to register per day. If only some time ago someone had said „I need to go online to send some tweets“, I guess he or she might have earned some strange reactions. Today most people know  – at least theoretically – that Twitter exists. Twitter today has 175 million registered users, which is up from 145 million users in September. That means the startup added around 30 million users in just under two months. This is impressive growth considering that Twitter had a total of 58 million users in 2009. *) And there are still companies out there saying „we do not need that“. So we for sure have to count on Twitter in the future. Facebook – however often criticized – will stay in the race for sure as well. And, who knows which kind of exciting new instrument we all will use soon  is just now in the process of being created in the US or somewhere else .

 

*) Source: TechCrunch, Leena Rao: http://techcrunch.com/2010/10/31/twitter-users/

 

The Dialogue is there

 

Wherever Social Media is heading: There is no coming back from the dialogue between people and companies, people and organizations and people and people. People love to be involved, to give their opinion and to have the feeling of being an essential part of  „something bigger“. Customers will not give back the kind of „power“ Social Media is granting them by opening the possibility to comment company pages on Facebook, etc. Social Media is not to be considered a Hype, but something that will stay.

Because it accommodates our needs to communicate, to exchange views and opinions. I recommend all my customers to start Social Media activities rather quickly in order to start participating in that dialogue.

Tools and Platforms where these dialogues are going to take place might change. However, the open way of communication, the dialogue, the exchange and above all the participants in the dialogue, will remain the same. Only those who have been present on these social networks from the beginning, will feall et ease there, will know the mechanisms and will manage the change to new tools more easily and professionally.


Social Media – vital for employer branding

 

Companies should not underestimate the relevance of Social Media for their employer branding and external reputation regarding their future employees. Young and promising talents have all been raised with Social Media  and they are an essential part of of who they are. So companies need to „collect“ these talents on exactly the channels where they communicate, where they spend a lot of time. And very early in the game. Via Social Media companies can find their future employees, attract their attention and make them „dream“ about a possible assignment in that very company. Only those companies who know how to successfully create this emotional link  will be able to win the „War for Talents“.

 

Next week: „Who needs  Gowalla and Foursquare?"

 

 

About Monika Paitl:

Monika B. Paitl ist the owner and founder of communications9, based in Munich, Germany.

communications9′ core business is PR and Management for German and international Keynote-Speakers, Trainers and Coaches. The Agency’s motto is "linking the speaking world". Its  mission is to connect speakers, trainers and coaches with the media  and interested companies. Monika B. Paitl founded communications9 after long years of an international career in the car- and electronics industry in France and USA. Today her experience in global PR, media relations, events, training and education serves the German and international speaking community. Monika B. Paitl is furthermore an experienced Social Media expert.
 

 

 

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