Energie & Umwelt

Solarstrom senkte Börsenstrompreise 2011 um 10%, Mittags sogar um 40%

Laut einer Studie des Bundesverbands Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) trug der Solarstrom bereits 2011 zu erheblichen Kostensenkungen an der Strombörse EPEX bei. Der Gesamteinspareffekt durch die Solaranlagen betrug an der Strombörse 2011 rund 840 Millionen Euro, das entspricht einer Ersparnis von rund 10%. Mittags, wo die Sonne am stärksten scheint, aber auch die Verbrauchsspitzen zu den teuersten Strompreisen führen, betrug die Kostenersparnis durch PV-Strom sogar bis zu 40%. Die Kurzstudie wurde von dem Institut für ZukunftsEnergiesysteme (IZES gGmbH) durchgeführt.

Carsten Körnig, Hauptgeschäftsführer des BSW-Solar: „Es wird viel über die Kosten des Solarstroms geredet. Die IZES-Studie zeigt, dass Solarstrom bereits heute auch entlastende Preiseffekte hat.“ Allerdings kommt der preissenkende Effekt derzeit vor allem nur Großhändlern und Großverbrauchern der Industrie zugute, die ihren Strom direkt am Spotmarkt beziehen können. Die stromintensive Industrie kann daher bereits doppelt von dem Solarstrom profitieren: Zum einen profitiert sie von den günstigen Einkaufspreisen an der Strombörse, zum anderen konnten sie über ihre Lobbyisten durchsetzen, dass sie größtenteils von der Zahlung der EEG-Umlage befreit sind – zulasten der privaten Verbraucher.
(mb)

 

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