Wirtschaft

Sommerflaute lässt Arbeitslosenzahlen im Juli auf 2,9 Mio. steigen

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland im Juli aufgrund der traditionellen Sommerflaute um 46.000 auf 2.939.000 gestiegen (um 0,1% auf 7,0%). Damit liegt die Gesamtzahl an Arbeitslosen allerdings noch um 247.000 unter dem Wert des Vorjahres (7,6%). Die Bundesagentur für Arbeit (BA) betont allerdings, dass die saisonale Sonderentwicklung nicht darüber hinwegtäuschen dürfe, dass der Arbeitsmarkt in der Bundesrepublik weiter in guter Verfassung sei.

Die Nachfrage deutscher Unternehmen nach Arbeitskräften habe sich im Juli leicht abgeschwächt, liege aber nach wie vor auf hohem Niveau. Der entsprechende Beschäftigungsindexes BA-X für offene Stellen sank im Juli um drei auf 163 Punkte, liegt damit aber noch um 22 Punkte über dem Vorjahreswert.

Die Sommerflaute stelle laut Experten die normale Sommerentwicklung dar: Viele Jugendliche beenden im Frühsommer ihre Ausbildung und werden nicht sofort übernommen. Zudem zögern Unternehmen vor den Werksferien mit der Einstellung neuer Mitarbeiter und warteten erst einmal bis September ab. Für den Herbst wird dann ein weiterer Rückgang der Arbeitslosenzahlen auf rund 2,7 Millionen erwartet.

Die positive Lage am Arbeitsmarkt spiegelt sich auch in dem Haushalt der Bundesagentur für Arbeit wider: Zum Ende des Jahres werde das Defizit bei 1,9 Milliarden Euro liegen und damit deutlich geringer als die zunächst erwarteten 5,4 Milliarden Euro.
 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.