Management

Sorge um eigenes Online-Image wächst

Kommunikationsexperte: "Auf Facebook und Xing gibt es keine Freunde"

 

Internetnutzer sorgen sich zunehmend um ihre Online-Reputation. Immer mehr User werden aktiv und nehmen im Web Korrekturen zu ihrer eigenen Person vor. Wie ein aktueller Bericht von Pew Internet & American Life Project http://www.pewinternet.org zeigt, ändern die Nutzer vermehrt ihre Privatsphäre-Einstellungen auf Social-Media-Plattformen, löschen Kommentare oder entfernen Foto-Tags.

Zwar kümmern sich die Nutzer laut der Erhebung insgesamt etwas weniger darum, wie viel Information über sie im Netz in Umlauf ist. Das Interesse am eigenen guten Ruf und daran, was über die eigene Person im Web steht, steigt jedoch. So googlen sich mittlerweile 57 Prozent der Erwachsenen selbst, um herauszufinden, welche Informationen im Internet aufzuspüren sind. 71 Prozent der jungen Social-Networking-Nutzer haben sich inzwischen aktiv mit Privatsphäre-Einstellungen beschäftigt.

 

Online Reputation Management ist Pflicht

 

"Das Thema Online Reputation Management ist nicht mehr aus dem Unternehmensalltag wegzudenken.

Nur wer das Netz wirklich ernst nimmt, profitiert davon bei der Entwicklung seines digitalen Rufs. Das gilt für Unternehmen wie für Bewerber", sagt Klaus Eck, Kommunikationsexperte und Inhaber von Eck Kommunikation http://www.eck-kommunikation.de, im pressetext-Interview. Durch digitale Abstinenz könnten negative Blog- oder Twitterbeiträge nicht verhindert werden. "Aber man kann aktiv auf die Online-Wahrnehmung Einfluss nehmen."

 

Eck zeigt sich zuversichtlich, dass immer weniger Menschen in die Karrierefalle im Internet tappen werden. "Wir werden alle lernen, mit der neuen Transparenz umzugehen und unser Sozialverhalten darauf abstimmen", ist der Kommunikationsexperte überzeugt. "Dazu muss man wissen, dass es auf Facebook oder Xing keine Freunde gibt. Social Networks sollte jeder als lebende Adressbücher betrachten und nicht mit dem Freundschaftsbegriff überfrachten."

 

Sorgen übertrieben

 

Laut der Pew-Studie kümmern sich junge Erwachsene (18 bis 29 Jahre) am meisten um ihre Privatsphäre im Netz. 44 Prozent haben die Einsehbarkeit persönlicher Informationen begrenzt und 47 Prozent dieser Altersgruppe haben schon einmal Kommentare auf ihrer Profilseite gelöscht.

 

"Viele Sorgen um die Privatsphäre sind völlig übertrieben. Es entwickelt sich längst ein neues Selbstverständnis bei der Nutzung von Social Media. Schließlich ist es in erster Linie eine Frage der Medienkompetenz, richtig mit seiner Online-Reputation umzugehen", meint Eck gegenüber pressetext.

Die Studienergebnisse, dass die 18- bis 29-Jährigen besser in der Lage sind, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu prüfen, stimmen laut Eck zuversichtlich. "Im Vergleich zu anderen Nutzern gehen erfahrene Social-Media-User sehr gut mit ihrer informationellen Selbstbestimmung um."

 

Wir alle werden lernen müssen, in der totalen Transparenz zu leben, zeigt sich Eck abschließend überzeugt. "Das machen Prominente schon lange so. Hier gelten neue Spielregeln des sozialen Miteinanders, die man erst einmal verstehen muss."

 

 

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Kontaktdaten:

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Redakteur: Claudia Zettel

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Den Original-Fachartikel finden Sie unter: http://www.pressetext.de/news/100527026/sorge-um-eigenes-online-image-waechst/

 

 

 

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