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„Souverän Durchsetzen“ – Teil 1: Machtverhältnisse gestalten

… von und mit Katharina Maehrlein, SURFconsult.

Erfolg im Beruf hängt nicht nur von der Leistung ab, sondern auch von unserem persönlichen Auftreten und davon, wie wir mit anderen Menschen kommunizieren und dabei Machtverhältnisse gestalten. Ob wir als machtvoll oder machtlos wahrgenommen werden und wie gut wir uns aufgrund dieser Einschätzung von anderen durchsetzen können, wird auch stark durch meist unbewusst ausgesendete Status-Signale bestimmt.

In jeder Situation legen wir mit Stimme, Gesten und Worten unsere Position in der „Hackordnung“ immer wieder neu fest. Bei jedem Gegenüber handeln wir unseren Status neu aus, indem wir uns permanent über- und unterordnen.

Statusspiele- das Gerangel um den Rang- finden unausweichlich immer und überall statt. Um das Spiel zu gewinnen ist richtiges und vor allem bewusstes Status-Verhalten entscheidend. Menschen, die wissen, wann sie hochstapeln müssen und wann sie lieber tief spielen sollten, setzen ihre Ziele durch. Und das nicht nur souverän, sondern auch sympathisch.

Zwischen zwei Extremen

Mit Durchsetzungskraft ist jedoch keinesfalls gemeint, dass wir mal ordentlich mit der Faust auf den Tisch hauen sollen, damit klar wird, wer hier der Boss ist. Im Gegenteil: Inhalt dieser Serie ist, wie wir Menschen dazu bringen, uns und das Erreichen unserer Ziele zu unterstützen – ohne zerstörte Arbeitsbeziehungen zu hinterlassen.

Durchsetzungsfähigkeit heißt: klare und angemessene Grenzen setzen, um fair behandelt zu werden.

Durchsetzungsvermögen liegt zwischen zwei Extremen: rücksichtslose Aggressivität und defensive Passivität. Ein wirklich durchsetzungsfähiger Mensch lebt keines der beiden Extreme aus.

Aggressive „Alphaekel“ verhalten sich anderen gegenüber fordernd, arrogant, sehr distanziert und unfreundlich. Damit rufen sie starke Ablehnung hervor, wenn sie auch mit diesem Durchsetzungsstil häufig durchaus ihren Willen bekommen. Passive „Immerlieb“ wirken schwach, sind machtlos und stellen ihre eigenen Interessen zugunsten anderer zurück. Dieses Verhalten bringt ihnen einige Sympathie, allerdings nimmt sie niemand besonders ernst und „Alphaekel“ fühlen sich durch das unterwürfige Verhalten erst richtig bestätigt und drehen voll auf!

Menschen, die sich souverän Durchsetzen können, wählen den goldenen Mittelweg und zeigen einen balanciert-flexiblen Durchsetzungsstil, denn sie wissen, wie sie ihren Standpunkt deutlich machen, ohne andere daran zu hindern, das gleiche zu tun.

 

Grundvoraussetzung für souveräne Durchsetzungskraft

1. Selbstbewusstsein
2. Selbstwertgefühl
3. Selbsicherheit

Selbstbewusstsein verstehen Sie bitte im Wortsinne- sich seiner selbst bewusst sein, wissen wie Sie „ticken“ um analysieren zu können, wie es um Ihr Selbstwertgefühl bestellt ist: was halten Sie eigentlich von sich selbst? Und wie äußert sich diese Selbsteinschätzung in Ihren Handlungen? Lassen Sie sich eher leicht „die Butter vom Brot nehmen“? Oder hat neben Ihnen kaum jemand die Chance, seine Ideen durchzusetzen? Beides ist ein Zeichen von einem eher niedrigen Selbstwertgefühl. Ohne eine ausreichende Portion davon mangelt es meist auch an Selbstsicherheit und dem daraus resultierenden souveränen Verhalten.

Wie sieht es bei Ihnen aus?

Von welchem Ausgangspunkt starten Sie? Schätzen Sie sich selbst ein: Wie selbstsicher sind Sie auf einer Skala von 1-10?

      1      2      3      4      5      6      7      8      9      10
passiv                 selbstsicher                       aggressiv

 

Im nächsten Teil verrate ich Ihnen 3 Tipps für mehr Selbstsicherheit.

Bis dahin wünsche ich Ihnen eine zufriedene und erfolgreiche Zeit.

Ihre Katharina Maehrlein

 

Katharina Maehrlein, SURFconsult

Zur Person:

Katharina Maehrlein ist NLP Lehrtrainerin DVNLP, zertifizierter Coach und Lehrcoach, (Master of Science systemisch-analytisches Coaching), schreibt als freie Journalistin Artikel für Fachzeitschriften wie ManagerSeminare und Kommunikation & Seminar und ist Inhaberin von SURFconsult in Wiesbaden und 5 Sterne Trainerin.

 

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