Wirtschaft

Staatsverschuldung der USA hat 15 Billionen Dollar überschritten

Laut dem Finanzministerium in Washington hat die US-Schuldenuhr am Dienstag 15 Billionen Dollar überschritten. Mit rund 15.033 Milliarden Dollar wurde der Stand des Vortages um weitere 55,8 Milliarden Dollar übertroffen. Die Staatsverschuldung liegt nun bei 99% des BIP. Die republikanischen Herausforderer im Präsidentschaftswahlkampf nutzten die Zahlen als eine Steilvorlage für einen Angriff auf den Präsidenten Barak Obama, die sozialistische Politik Obamas habe das Land ruiniert.

Dabei wird allerdings geflissentlich ignoriert, dass die USA mit offizell angegebenen 698 Milliarden Dollar 43 % der weltweiten Militärausgaben pro Jahr ausgeben. Viele militärische Ausgaben sind darin jedoch noch gar nicht enthalten, sondern in anderen Haushalten versteckt, so beispielsweise die Nuklearwaffenforschung und -produktion im Energieministerium. Unter George W. Bush haben die Militärausgaben zudem im Zuge des Kampfes gegen den Terror seit 2001 um 81% zugelegt. Mit 4,8% am BIP geben die USA soviel Geld für kontraproduktive Güter aus – kontraproduktiv, da diese zerstören und keine Werte hervorbringen – wie kaum ein anderes Land der Welt.

Die im August eingesetzte „Superkommission“ soll bis zum 23. November Einsparmöglichkeiten in der Höhe von 1.200 Milliarden Dollar in den kommenden zehn Jahren identifizieren. Laut dem IWF wird die Staatsverschuldung der USA 2012 auf 105% steigen und dann 2016 rund 115% erreichen.

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