Management

Stephan Magnus im Personality-Interview Nr. 41

Im Rahmen der "Personality-Interviews" kommen eine Vielzahl interessanter, außergewöhnlicher und herausragender Experten – von Speakern, Coaches und Trainern über Gutachter, Sachverständigen und Beratern bis hin zu Wissenschaftlern – zu Wort.

Das 41. Interview wurde mit Stephan MagnusBerater, Futurist, Speaker, Podcaster und Produzent von digitalen Medien – durchgeführt.

 

1. Bitte stellen Sie sich kurz vor, Herr Magnus!

Ich bin Berater, Futurist, Speaker, Podcaster und Produzent von digitalen Medien, mit Kunden insbesondere in der Automobilindustrie und in der IT-Branche. Mein Podcast „Das Abenteuer Zukunft“ gehörte zu den ersten Podcast-Shows in Deutschland und ist heute der führende deutschsprachige Podcast zu Zukunftsthemen. 12 Bücher sind von mir erschienen. An der Technischen Universität Lissabon arbeite ich als Dozent im Bereich Forecasting, Strategie und Innovation.

2. Was ist das Hauptthema in Ihrer Tätigkeit?

Mein Tätigkeitsbereich liegt an der Schnittstelle von Zukunft, Innovation und digitalen Medien.

Es begeistert mich schon seit langem, die Tools der Digitalisierung dafür einzusetzen, dass Menschen und Unternehmen auf neue Weise arbeiten, qualifizieren und kommunizieren. Daher sind viele meiner Projekte im Umfeld von Enterprise 2.0 angesiedelt. Ich führe Communities, Lernplattformen und Social Media Tools in Unternehmen ein und betreue die Veränderungen, die sich in Bereichen wie Lernen und Verkauf dadurch ergeben. Durch Microlearning und Social Learning kann z.B. in Unternehmen Erfolgswissen fast in Echtzeit verbreitet werden, kommt so schneller zum Einsatz und steigert die Performance.

Dadurch bin ich schon sehr stark auf schnelle Veränderung gepolt. In meinen Workshops und Vorträgen zur Zukunft dreht es sich daher folgerichtig um die Bereiche der Zukunftsforschung und -beratung, die Menschen motivieren, völlig neue Möglichkeiten zu betrachten, neue Wege zu finden und zu erfinden.

3. Was zeichnet Sie besonders aus und was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Neugier und Begeisterungsfähigkeit! Durch die Neugier habe ich immer einen zusätzlichen Ansatz „im Ärmel“, den man auch noch ausprobieren könnte. Und dass ich immer wieder von meinen Themen begeistert bin, ist ansteckend.

Das Alleinstellungsmerkmal liegt in der Kombination von Zukunftsorientierung und Praxisbezug. Meine Ansätze werden nicht akademisch, sondern in unterhaltsamen Normaldeutsch präsentiert und außerdem habe ich viele der relevanten Dinge auch schon selbst auf bodenständigem Alltagsniveau betrieben, von Programmieren bis hin zum Verkauf auf Quote. Ich bin also ein umsetzungstauglicher Futurist.

 

4. Worin liegt Ihrer Meinung nach – aus der Perspektive Ihrer Tätigkeit heraus – in der Regel der größte Handlungsbedarf bei Ihren Kunden?

Beim Mut! In vielen Situationen ist man so damit beschäftigt, mögliche Bedrohungen abzuwehren, dass man gar nicht erkennt, dass in diesen zuerst einmal furchteinflößenden Veränderungen die Chancen für die Zukunft liegen. Ich selbst bin zum Podcasting gekommen, weil ich den Trend zu Audio als Bedrohung für meine Buchpublikationen empfand. Als ich beschloss, den Trend für mich zu nutzen, öffnete sich mir eine neue Welt. Damit zusammenhängend auch das Thema Offenheit, das ja durch die Web 2.0-Bewegung ebenfalls neu definiert wird, also offen gegenüber Kunden, Mitarbeitern und dem Rest der Welt. Selbst wenn man befürchtet, durch die Offenheit Informationen preiszugeben, die Zunahme an Kreativität und Geschwindigkeit durch eine so „vernetzte“ Haltung macht das locker wett. Die Kulturfrage der Offenheit ist bisher ein Haupthemmnis bei der Ausbreitung von Enterprise 2.0-Ansätzen.

5. Woran denken Sie bei den Worten „kurzfristiger Erfolg“ versus „Nachhaltigkeit“?

Ein Zukunftsmensch leidet immer ein wenig, wenn sich kurzfristige Lösungen durchsetzen. Denn er geht immer davon aus, dass er die Zukunft ja erleben wird, als Mensch ebenso wie als Unternehmen, und somit auch die Folgen. Für ihn gibt es also gar keinen anderen als einen nachhaltigen Ansatz. Nur sollte „Kurzfristigkeit“ nicht mit kurzen Reaktionszeiten verwechselt werden. Geschwindigkeit und gute Reflexe können sehr nachhaltig sein.

6. Haben Sie ein Lebensmotto? Wenn ja, welches?

Dieselben Aussagen, die die Basis meiner Zukunftsansätze sind: Die Zukunft ist offen (und damit voller Möglichkeiten). Und die Zukunft sagt man nicht voraus, man erfindet sie (Alan Kay).

7. Wie sehen Ihre persönlichen Ziele für die nächsten drei Jahr aus?

Noch spannendere, umfassende Projekte im Enterprise 2.0-Bereich aufbauen, die zum ersten Mal Lernen, Kommunikation und Kundenmanagement durch einen „Social“-Ansatz integrieren. Im Zukunftsbereich möchte ich mehr Medien produzieren, gerade was das Thema Video betrifft. Zum anderen werde ich gemeinsam mit der Agentur NextSpeaker dafür Sorge tragen, dass mehr Menschen meine Vorträge und Beratungsansätze kennenlernen.

Vielen Dank Herr Magnus für die Einblicke in Ihre Tätigkeit und das interessante Gespräch.

 

Das Interview führte Oliver Foitzik (Herausgeber AGITANO / Geschäftsführer FOMACO GmbH).

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.