Management

Steuererklärung: Mehrere Korrekturen können als Steuerhinterziehung gelten

Gerade die Umsatzsteuervoranmeldung wird in der Praxis häufig mehrfach korrigiert. Nach einer Gesetzesänderung drohen den Unternehmen nun strafrechtliche Risiken, wenn sie das tun.

Das berichtet der Handelsverband Deutschland (HDE). Demnach wurde eine nachträgliche Korrektur der Steuererklärung bisher als strafbefreiende Selbstanzeige gewertet. Die Behörden hätten die ursprünglich falsche Erklärung nicht als Steuerhinterziehung verfolgt.

Das sei aufgrund einer Gesetzesverschärfung aus dem vergangenen Jahr mittlerweile nicht mehr so Straffreiheit könne durch eine Selbstanzeige nur noch dann erreicht werden, wenn sämtliche unverjährte Hinterziehungen einer Steuerart gleichzeitig gemeldet würden.

In der Unternehmenspraxis ist das schwierig

Das sei für die Unternehmen jedoch oft nicht so einfach machbar. Für Unternehmen und Mitarbeiter von Steuerabteilungen könne dies zu unangemessenen strafrechtlichen Risiken führen. „Denn angesichts der Komplexität von Steuererklärungen im Unternehmensbereich lässt sich kaum zuverlässig ausschließen, dass auch weitere Steuererklärungen als die angezeigte korrekturbedürftig sind“, so HDE-Experte Jochen Bohne.

Problem taucht auch bei Umsatzsteuervoranmeldung auf

Das Problem tauche beispielsweise auch bei Umsatzsteuervoranmeldungen auf, die in der Unternehmenspraxis recht häufig nachträglich korrigiert werde. Hier müsse das Gesetz nach Ansicht des HDE dringend geändert werden, um Unternehmen nicht unnötig zu kriminalisieren.

(Quelle: Volks- und Raiffeisenbanken / uqrl)

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.