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Stimmexpertin Eva Loschky gibt 10 Tipps zur Heiserkeit

[Bild: 5 Sterne Redner]
[Bild: 5 Sterne Redner]

Kaum ist die erste Kältewelle überstanden, kommt das nasskalte Wetter wieder zurück. Eine Grippewelle breitet sich schnell aus. Viele Menschen packt die Erkältung und sie klagen über Halsschmerzen und Heiserkeit. Was kann man dagegen tun? Deutschlands Stimmexpertin, Stimmtrainerin und Vortragsrednerin Eva Loschky von der Redneragentur 5 Sterne Redner hat Stimmtipps parat, und das nicht nur für Profiredner.

1.
Man sollte auf keinen Fall räuspern und flüstern. Das strengt die Stimmlippen stärker an als das Sprechen. Am besten ist eine „stimmliche Auszeit“. Im Onlinezeitalter ist das nicht schwer. Man kann E-Mails oder eine SMS schreiben. Oder man greift nach langen Jahren mal wieder zum Füller.

2.
Hat man Schmerzen beim Sprechen, so ist meistens der Kehlkopf entzündet. Am besten: drei Tage auf den Stimmeinsatz ganz verzichten.

3.
Bei einer Stimmlippenentzündung sind aspirinhaltige Medikamente nicht zu empfehlen. Durch den Blutverdünnungseffekt ist die Gefahr einer Stimmlippenschleimhautblutung sehr groß.

4.
Die 5 Sterne Rednerin Eva Loschky empfiehlt, dreimal täglich für zehn Minuten einen Aktiv-Inhalator zu benutzen, den es in jeder Apotheke gibt. Er sieht wie eine kleine Pfeife aus, man nimmt ihn zwischen die Zähne, atmet über die Pfeife durch den Mund ein und durch die Nase wieder aus. Die Flüssigkeit wird dabei nicht in den Mund hochgezogen. Durch die heilende Lösung wird die Atemluft angereichert mit Stoffen, die die Kehle pflegen. Laut Stimmtrainerin Eva Loschky sollte man sich folgende Inhalationslösung (bewährtes Rezept aus der Charité Berlin) mischen lassen: 1% Tacholiquin (10ml), Prospan (10ml), Dexpanthenol (0,05ml), 0,9% NaCl (200ml)
Die Keynote Speakerin Eva Loschky weist darauf hin, dass man beim Inhalieren keine ätherischen Substanzen (Pfefferminzöl, Eucalyptusöl etc.) verwenden sollte, da sie die Schleimhäute zusätzlich reizen.

5.
Vortragsrednerin Loschky empfiehlt mehrmals täglich zu gurgeln und zuerst Natursubstanzen wie Salbeitee, Eibischtee oder eine milde Salzlösung verwenden. Starke antiseptische Gurgelmittel zerstören die Mundflora.

6.
Es hilft Pastillen mit Mineralsalzen zu lutschen. Sie regen den Speichelfluss an und die Salze helfen bei der Regeneration der Schleimhäute (z.B. Emser Pastillen). Bonbons mit Zucker stören den Säure-Basen-Haushalt der Mundhöhle.

7.
Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Red Bull, Rauchen und Alkohol trocknen die Schleimhäute aus. Deshalb sollte man, insbesondere wenn man einen Vortrag halten muss, viel Wasser, Kräutertee und Saftschorle trinken (zwei bis drei Liter pro Tag).

8.
Viele Menschen strengt längeres oder lautes Sprechen als Vortragsredner an. Hier sollte man es vermeiden, eine Rede in lärmintensiver Umgebung zu halten. Wenn man trotz allem vor größeren Gruppen oder in großen Räumen sprechen muss, hilft ein Mikrophon.

9.
Wenn man generell nach Sprechbelastungen heiser wird oder am Abend stimmlich angestrengt ist, dann sollte man unbedingt seine Stimme trainieren. Ein guter Stimmtrainer hilft hier weiter. Um sicherzugehen, dass er auch wirklich der Richtige ist, sollte man auf seine Qualifikation und die Referenzen achten.

10.
Hält die Heiserkeit länger als fünf Tage an, rät 5 Sterne Rednerin Eva Loschky unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen, um die Ursachen abzuklären. Denn Heiserkeit kann man definieren als „Arbeitsverweigerung“ der Stimmlippen. Gründe dafür können sein:
• Die Stimmlippen haben aufgrund falscher Sprechtechnik dauerhaft zu starke Spannung, die Stimme klingt leicht gepresst. Bei längerem oder lautem Reden reagiert die überanstrengte Stimmlippenmuskulatur und die Stimmlippen schwingen weniger und schließen nicht mehr. Das Ausatmen wird dann in der Kehle nicht mehr optimal in Schallwellen, in Stimmklang umgewandelt und man spricht heiser.
• Die Immunabwehr kann geschwächt sein und ein Infekt kommt: Die Stimmlippen sind entzündet und können nicht gut arbeiten. Dann signalisieren die Stimmlippen, dass sie auch mal eine Pause brauchen.
• Auch ein Reflux kann die Ursache für einen Streik der Stimmlippen sein. Während des Schlafs fließt Magensäure unbemerkt in den Kehlkopf. Das kann chronische Entzündungen und Schleimfehlbeschaffenheit (Dyscrinie) auslösen. Dadurch entsteht Heiserkeit und Stimmveränderung. Reflux ist sehr weit verbreitet, ca. 40 Prozent aller vom Arzt diagnostizierten Kehlkopfentzündungen beruhen darauf.

Weiterführende Informationen zum Thema Heiserkeit und Stimme:

• über die Grippewelle und ihre Ausbreitung: http://www.grippe-info.de/home/index.jsp
• Vorträge und Seminare von Deutschlands Stimmexpertin Eva Loschky bietet die Redneragentur 5 Sterne Redner an: http://www.5-sterne-redner.de/referenten/eva-loschky
• Buch: Stimmtraining mit der Loschky Methode: http://www.5-sterne-redner.de/shop/4357-gut-klingenankommen-effektives-stimmtraining-mit-der-loschky-methode

(Heinrich Kürzeder / 5 Sterne Redner)

Marc Brümmer

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