Energie & Umwelt

Studie: Sanierung bei 10% der Häuser teurer als Neubau

Die Kieler "Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen" hat im Auftrag mehrerer Verbände der Bau- und Immobilienwirtschaft eine Studie zur energetischen Sanierung herausgegeben (untersucht wurden 36,2 Millionen Wohnungen). Demnach ist mehr als jedes zehnte Wohnhaus in Deutschland nicht mehr wirtschaftlich zu sanieren: Ein Abriss und ein anschließender Neubau wären günstiger als ein Umbau und eine Vollmodernisierung. Zwar sei die energetische Sanierung des Altbaubestandes besser als bislang gedacht – jede sechste Wohnung, die bis Ende der 70er-Jahre gebaut wurde, ist bereits weitgehend energetisch saniert und lediglich 4% der alten Wohngebäude in Deutschland sind überhaupt nicht modernisiert – allerdings wären bei 1,76 Millionen Ein- und Zweifamilienhäusern (11,8 Prozent des Gesamtbestandes bei diesem Bautyp) ein Abriss und ein anschließender Neubau wirtschaftlich sinnvoller. Bei kleineren Mehrfamilienhäusern betrifft dies 285.000 Gebäude. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes fordert daher, den Ersatz alter Wohnbauten in die staatliche Förderung aufzunehmen. Die staatliche KfW-Bank erarbeitet daher derzeit ein neues Programm für eine "Abrissprämie" bei alten Häusern, bei denen sich eine energetische Sanierung nicht mehr rechnet.
 

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