Panorama

Studie: Studium und Promotion lohnen sich auch finanziell.

Das Einkommen von Akademikern liegt in Deutschland im Schnitt rund 67 % über dem von Beschäftigten mit betrieblicher Berufsausbildung.

 

Laut der neuen Bildungsstudie 2010 der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) ist eine gute Ausbildung zudem das wirksamste Mittel gegen Arbeitslosigkeit, denn bei keiner Bevölkerungsgruppe ist die Arbeitslosenquote geringer als bei Hochschulabsolventen.

 

Promovierte Mitarbeiter sind dabei vielfach besonders gefragt. So verfügten beispielsweise 45 % aller Hochschulabsolventen, die der Chemiekonzern BASF 2009 einstellte, über einen Doktortitel. Diese Promovierten erhielten zudem monatlich rund 500 Euro mehr Lohn als die Neueinsteiger ohne Doktortitel.

 

Besonders in Berufen, in denen eine Außendarstellung wichtig ist, wie etwa in Anwaltskanzleien, Arztpraxen oder Unternehmensberatungen, werden häufig finanzielle Zuschläge erteilt. So sind beispielsweise etwa 80 % der Berater bei McKinsey promoviert, oder derzeit im Begriff zu promovieren.

 

Die entsprechenden Einkommensunterschiede durch den Titel sind bei Berufseinsteigern in der Gruppe der High Potentials (Absolventen mit erkennbarem Führungsinteresse, interdisziplinärem Denken und hoher sozialer Fähigkeit) am deutlichsten: Promovierte High Potentials können laut einer Studie der Beratungsfirma Kienbaum mit einem Einstiegsgehalt von bis zu 65.000 Euro rechnen. High Potential ohne Doktortitel fangen in der Regel bei 45.000 bis 50.000 Euro im Jahr an.

 

Anders sieht dies jedoch für eine wissenschaftliche Karriere an der Hochschule aus: Die Einstiegsgehälter nach einer Promotion liegen hier häufig unter dem Durchschnitt, allerdings ist der Doktortitel für die wissenschaftliche Karriere unabdingbar. Zwei Drittel der Doktoranden in Deutschland schließen ihre Promotion innerhalb von fünf Jahren ab, ein Drittel benötigt länger. Mittlerweile streben rund 30 % der Studenten nach dem Studium eine weitere akademische Qualifizierung an.

 

 

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