Wirtschaft

Stuttgart 21 – Streit um Zusatzkosten durch Baustopp

Die neue grün-rote Landesregierung hat sich in ihren Koalitionsverhandlungen auf einen Volksentscheid über das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 bis spätestens Oktober geeinigt. Bis dahin sollen die Bauaktivitäten ruhen. Allerdings ist nun ein Streit darüber entbrannt, wer die dadurch anfallenden Zusatzkosten tragen soll. Die durch den Baustopp im Herbst und nun seit März angefallenen Zusatzkosten liegen laut der Deutschen Bahn bislang bei weit mehr als 100 Millionen Euro. Für jeden weiteren Monat des Baustopps würden bis zu 15 Millionen Euro zusätzlich fällig. Die Deutsche Bahn weigert sich nun, diese Kosten alleine zu tragen. Der Konzern werde nach eigener Auskunft nicht akzeptieren, dass man diese Kosten einfach auf die vereinbarten Projektkosten hinzurechne und das Mammutprojekt dann allein deshalb für zu teuer erkläre. Der Verkehrsexperte der Grünen, Winfried Hermann, konterte: Die Bahn habe gewusst, dass Stuttgart 21 „noch nicht komplett planfestgestellt war“ und dass Landtagswahlen anstanden. „Trotzdem hat sie mit dem Bau begonnen. Das passierte auf eigenes Risiko, daher ist es nur konsequent, wenn sie jetzt die Kosten für den Baustopp trägt.“
 

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