Panorama

„Talent im Land Bayern“ – Stipendiaten als Vorbilder für gelungene Integration

Das Bayerische Kultusministerium und die Robert Bosch Stiftung haben 50 weitere Stipendiaten in das Programm „Talent im Land Bayern“ aufgenommen. Im Rahmen eines Festakts in der Allerheiligen-Hofkirche der Münchner Residenz überreichten Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Dr. Ingrid Hamm, die Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, die Urkunden an die besonders begabten und engagierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die eine Jury aus mehr als 300 Bewerbern ausgewählt hatte.

Kultusminister Spaenle unterstrich dabei die Rolle der Stipendiaten als Vorbilder: „Die jungen Menschen sind eindrucksvolle Beispiele gelungener Integration. Sie zeigen, wie wichtig es ist, die Begabungen der Jugendlichen aus Zuwandererfamilien zu fördern und als Gewinn für Schule, Gesellschaft und Wirtschaft zu erkennen. Mit ihren Fähigkeiten und Leistungen sind sie eine Bereicherung für unser Land.“ Das Programm „Talent im Land Bayern“ setze damit beispielhaft das übergeordnete Ziel um, das Bayern mit seinem Gesamtkonzept zur Integration anstrebt: „Wir wollen allen jungen Menschen Bildungschancen eröffnen und Bildungsgerechtigkeit schaffen“, betonte Spaenle.

Das Programm „Talent im Land Bayern“ besteht seit 2005 und wird gemeinsam vom Bayerischen Kultusministerium und der Robert Bosch Stiftung getragen. Dr. Ingrid Hamm, Geschäftsführerin der Robert Bosch Stiftung, sagte anlässlich der Aufnahme der neuen Stipendiaten: „Die Stipendiaten bringen vielfältige Talente und Potenziale mit. Viel zu oft gehen diese Talente verloren, weil junge Menschen nicht die Chancen bekommen, die sie verdient haben. ‚Talent im Land’ bietet ihnen nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch ein umfangreiches Bildungsprogramm. Davon profitieren nicht nur die Jugendlichen, sondern die Gesellschaft insgesamt.“

Ziel des Stipendienprogramms „Talent im Land“ ist es, den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund, die die Fachhochschul- bzw. Hochschulreife erreichen, zu steigern. Aus den jährlich über 300 Bewerbungen wählt eine Jury von Vertretern aus Kultur, Hochschule und Wirtschaft 50 Stipendiaten aus. Das Programm verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Neben einem monatlichen Stipendium von 100 €, das für bildungsnahe Zwecke bestimmt ist, erhalten die Stipendiaten umfassende Förderung in Form eines Bildungsangebots mit Seminaren, Studientagen und Studienreisen.

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