Wirtschaft

Teilen statt besitzen – Sharing-Konzepte auf dem Vormarsch

Vom eigenen Zimmer bis zum eigenen Haus: wir leben in einer Gesellschaft in der Besitz hoch angesehen wird. Die Wirtschaft und unsere Mitmenschen motivieren uns, immer mehr zu besitzen. Allerdings gibt es auch Wirtschaftskonzepte, die sich gerade durch ihr zentrales Konzept des Teilens stetig wachsender Beliebtheit erfreuen. Im Rahmen der Studie „Teilen statt besitzen! Was halten die Deutschen vom Sharing-Trend?“ von Salesforce.com wurden über 23.000 Deutsche zu ihren Ansichten über Sharing-Konzepte wie Car-Sharing oder Couchsurfing befragt. Fast ein Drittel der Befragten glauben, dass dieses Geschäftsmodell in Zukunft an Bedeutung gewinnen wird. Mit dem Alter nahm auch die Ablehnung von Sharing-Modellen zu. Von den 19-25 jährigen lehnten nur 4,3% das Teilen ab. Der Chief Scientist von salesforce.com JP Rangaswami über die Ergebnisse der Studie: „Die hohe Bereitschaft der Deutschen, sich für Sharing-Konzepte zu öffnen, weist darauf hin, dass eine gewisse Entemotionalisierung im Hinblick auf die Bedeutung von Besitz und Eigentum zu beobachten ist. Ein ebenso gewichtiges Argument für das Sharing ist sicherlich die ökonomische Komponente. Wer teilt, spart Geld.“

Doch nicht jeder Deutsche teilt gerne. Über ein Drittel der Befragen waren nicht bereit, wertvolle und persönliche Dinge wie Autos oder die eigene Wohnung mit anderen zu teilen. Aus diesem Grund läge es nahe, dass es Personengruppen gibt, die eine enge emotionale Bindung zu ihren Alltagsgegenständen pflegen, und somit nicht für Sharing-Modelle in Frage kommen. Auf die Frage, welche Gegenstände sich am besten teilen lassen, antworteten die Befragten unter anderem: Autos, Wohnungen, Bücher, Rasenmäher oder Partyartikel. Wissen gehört derweil auch zu den Dingen, die Deutsche gerne teilen. Über 83% der Befragten wären bereit, im Berufsleben Fachwissen auszutauschen. Als Hauptgrund wurde hier der Wunsch als Experte angesehen zu werden angegeben. Die Studie rät Unternehmern, sich diese Tendenzen zu Nutze zu machen und durch Sharing-Netzwerke ihre Angestellten beim Wissensaustausch zu unterstützen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.