Technologie

Textilfasern können von nun an auch Strom speichern

Vor nicht allzu langer Zeit haben US-Wissenschaftler in Georgia Fasern entwickelt, die in ein Kleidungsstück eingewoben werden können um dieses damit zu einer Art Kraftwerk umzufunktionieren. Kanadischen Forschern nun eine Erweiterung der Faserfunktionen gelungen: ein Akku in einer Faser.

Die Kathode des Akkus besteht aus Lithium-Eisenphosphat, die Anode aus Lithium-Titanat. Das Elektrolyt ist Polyethylenoxid und, was das wichtigste ist, es ist fest. Dadurch kann der Akku als Faser oder als dünner Streifen gezogen oder gespritzt werden. Damit ließe sich der Akku problemlos in ein Kleidungsstück integrieren. Die Wissenschaftler haben das mittels Einwebung in Baumwolle erreicht, dann mit leitfähigen Fäden verbunden und in Reihe geschaltet. Mit dem Ergebnis wurden anschließend Leuchtdioden betrieben.

Ein solches Kleidungsstück könne – nach Aussage des Wissenschaftlers Maksim Skorobogatiy – mehrere hundert Volt liefern. Das würde genügen, um bspw. ein Notsignal zu senden oder einen Defibrillator zu betreiben.

Eine wichtige Voraussetzung zur Alltagstauglichkeit müssen die Wissenschaftler aber noch nachliefern: Der Akku muss wasserdicht werden, sonst könnte der erste Besuch in der Waschmaschine auch der letzte gewesen sein.

(sm)

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