Regionales

Thüringen: Windkraftausbau nicht ausbremsen

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig hat die Forderung von Bundesumweltminister Altmaier nach einem gedrosselten Windkraftausbau zurückgewiesen. „Ein bisschen Energiewende geht nicht“, sagte Machnig. Deutschland dürfe sich nicht von seinen ambitionierten Energie- und Klimazielen verabschieden, sondern müsse mehr Tempo machen, um sie zu erreichen. „Statt ständig auf der Bremse zu stehen, muss Herr Altmaier endlich liefern. Das Lamento über einen angeblich zu schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien soll nur davon ablenken, dass die Bundesregierung bei wichtigen energiepolitischen Themen – Netzausbau, Energiemarktregulierung, Gebäudesanierung, Energieeffizienz – nicht vorankommt.“

Die Klimaschutzziele auf EU- und Bundesebene und die steigenden Preise für fossile Energieträger machten einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Energien – allen voran der Windkraft – notwendig. Die Windkraft sei derzeit die günstigste Form der erneuerbaren Stromerzeugung und habe sich immer wieder als Preisdrücker an der Strombörse erwiesen. „Die Bundesregierung muss allerdings auch dafür sorgen, dass diese positiven Preiseffekte von den großen Stromkonzernen an die Verbraucher weitergegeben werden“, so Machnig. Hier vermisse er jede Initiative.

Von einem explodierenden Zubau im Bereich der Windkraft könne zudem keine Rede sein, sagte Machnig weiter. „Der Zuwachs an installierter Windleistung liegt stabil bei 1.500 bis 2.000 Megawatt pro Jahr. Das ist verkraftbar.“ Altmaier versuche offensichtlich davon abzulenken, dass die Bundesregierung beim Ausbau von Energienetzen und -speichern nicht vorankomme.

(Stephan Krauß)
 

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