Wirtschaft

ThyssenKrupp will Werftentochter Blohm + Voss noch 2011 verkaufen

ThyssenKrupp versucht bereits seit längerem, die zivile Schiffsbausparte Blohm + Voss zu verkaufen. Der bei der U-Boot-Werft HDW gebündelte und hochprofitable militärische Schiffbau verbleibe dagegen wie vorgesehen bei dem Stahlkonzern. ThyssenKrupp will Schulden im Volumen von 6,5 Milliarden Euro durch den Verkauf von Geschäftsbereichen mit einem Umsatz von insgesamt zehn Milliarden Euro abbauen. Das betrifft auch die Edelstahlsparte und diverse Autozulieferfirmen – und insgesamt 35.000 der 180.000 Beschäftigten.

Die zivile Schiffssparte hatte zuletzt Verluste angehäuft. Aufgrund der politischen Umbrüche im Nahen und Mittleren Osten war im Juli der Verkauf an den arabischen Schiffbaukonzern Abu Dhabi Mar gescheitert.

Neuer Interessent ist der britische Finanzinvestor Star Capital. Die Verträge seien bereits fast unterschriftsreif. Die Briten haben sich dabei verpflichtet, kein Personal abzubauen. Blohm + Voss hatte zuletzt mit 1.600 Beschäftigten 476 Millionen Euro Umsatz erzielt.

Im Unterschied zu dem zivilen Schiffsbau ist der militärische Schiffsbau hoch profitabel: Die Grundsauslastung dieses Bereichs beträgt sieben Jahre. Derzeit werden unter anderem sechs modernste U-Boote für die Türkei im Volumen von zwei Milliarden Euro gebaut, sowie vier Stealth-Fregatten des neuen Typs F125 für die deutsche Marine im Volumen von 2,9 Milliarden Euro.

 

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