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Times are changing – Warum man für neue Zeiten neue Strategien braucht.

… aus der neuen Kolumne "Erfolg lacht!" von Kommunikations- und Humorexpertin Jumi Vogler.

Warum soll man eigentlich mit Humor agieren, führen, kommunizieren und motivieren … privat und beruflich? Wo es doch jahrzehntelang ohne Humor in Deutschland ging. Tja, “ the times they are a-changin‘ “ sang nicht nur Bob Dylan, das Lied singt auch Angela Merkel. Aber die CDU reagiert auf Veränderung erwartungsgemäß humorlos. Dann wird Veränderung quälend. Und kommt doch. Ob man will oder nicht.

Der tatsächliche Hintergrund dafür, dass Humor zum Trendtema in der Wirtschaft avanciert, ist die händeringend gesuchte Lösung für ein Problem, das viele Unternehmen haben: Wie geht man mit mit ständigen Veränderungen, ständigen Verunsicherungen um? Veränderungen, über die man keine bis wenig Kontrolle hat. Aus dem Projektmanagement wissen wir, dass es nicht ausreicht, Projekte nur perfekt zu planen und zu strukturieren: Wenn der Projektleiter nicht in der Lage ist, Menschen zusammen zu führen, zu motivieren, ihre Emotionen zu berücksichtigen und anzusprechen, gehen viele Projekte schief. Es geht also darum, Menschen mitzunehmen, Bereitschaft für Veränderung zu schaffen.

Und es wird noch um etwas anderes gehen: Die Rückbesinnung auf Werte. Die Besinnung, dass ständiges rücksichtloses Wachstum eben nur für wenige positiv ist. Und dass der Bumerangeffekt nicht ausbleibt. Man stelle sich vor, dass Deutschland die krisengeschüttelten Länder nicht unterstützt. Deutschland würde auf seinen Exporten sitzen bleiben, weil die Kunden pleite sind: Man kann auch zu Tode wachsen.

Wer seinen Humor trainiert, erlernt automatisch Fähigkeiten und erwirbt Kenntnisse, die den Umgang mit Herausforderungen und Veränderungen, erhöhtem Stress und hohem Arbeitseinsatz stärken: Fähigkeiten wie Kreativität, Problemlösungskompetenz, Kenntnisse wie Kommunikationspsychologie, emotionale Kompetenz und Wertschätzung. Wer mit Humor kommuniziert, macht es anderen Menschen leicht. Leicht bei ihrer Arbeit, leicht als Kunde, leicht als Mitarbeiter, leicht bei Konflikten und Problemen. Er motiviert sie mit Humor. Und hat Erfolg. Erfolg auf der ganzen Linie. Den muss man allerdings wollen. Und sich für ihn entscheiden.
Den Erfolg mit Humor. Denn Humor ist eine Haltung.

Beginnen wir also in Ihrem beruflichen Alltag beim frühen Morgen, nach dem Aufstehen. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich war mal der Typ, der zu seinem Spiegelbild sagte: „Kenn ich nicht, wasch ich nicht.“ Morgens ist immer noch nicht meine Zeit. Aber ich fühle mich weitaus besser. Vielleicht nicht gerade sprühend, aber ich funkele schon. Weil ich folgende ganz einfache Übungen durchführe. Und die empfehle ich Ihnen:

1. Bevor sie morgens das Haus verlassen, setzen Sie sich vor den Spiegel und lächeln Sie sich ein zwei Minuten an. Denken Sie dabei: Ich werde heute dafür sorgen, dass ich selbst mehr Spaß und Freude bei der Arbeit haben.

2. Überlegen Sie sich, was Ihnen heute an Ihrem Arbeitsplatz oder Ihrem Beruf besonderen Spaß macht. Freuen Sie sich darauf. Und nehmen Sie das Freuen ernst. Freuen ist in Deutschland nicht verboten. Ganz sicher. Ich habe mich erkundigt. Auch nicht am Arbeitsplatz.

3. Wenn Sie ein Projekt, ein Meeting, einen Kundenbesuch erfolgreich abgeschlossen haben, loben Sie sich. Loben ist auch nicht verboten in Deutschland.

 

Die Humorhaltung verlangt Übung. Jede Veränderung ist mit kontinuierlicher Arbeit verbunden, auch die Humorarbeit. Aber die macht wenigstens Spaß, eine Damen und Herren.

Es liegt also in Ihrer Hand, ihre Gefühle mit Humor zu behandeln. Natürlich ist ein humorvoller Mensch ist nicht gefeit vor unangenehmen, widrigen und verletzenden Situationen. Ärgern darf sich auch der Humorvolle. Aber wenn er das getan hat, lacht er möglichst über die schräge Situation.

Versuchen Sie das Komische in der unangenehmen Situation zu sehen. Mir wurde neulich öffentlich entgegengehalten, ich sei eine Witzfigur. Wer mit einer roten Nase auftrete, sei als Coach nicht ernst zu nehmen. Natürlich hab‘ ich mich geärgert. Und dann habe ich mir gedacht, dass mein Kritiker eigentlich ein ganz humorloser Mensch ist. Mit sehr viel Unsicherheit. Die er durch Angriff zu verstecken sucht. Ich antwortete: „Ja, ich bin eine Witzfigur. Aber das setzt immerhin Witz und Figur voraus.“ Gut pariert, oder?

Wer mit Humor durch solche Situationen geht, ärgert sich weniger, hat bessere Laune, grübelt nicht, lässt sich nicht so nachhaltig verletzen und reagiert souveräner und schlagfertiger. Das Selbstwertgefühl steigt. Und damit der Erfolg.

Wie der folgende Film beweist. Er heißt, wie könnte es anders sein: Erfolg lacht!.

Ihre Jumi Vogler

 

Zur Autorin:

Jumi Vogler ist Kommunikations- und Humorexpertin. Sie arbeitet als Autorin, Coach und Speaker.

Ihr Thema „Humor als Erfolgsstrategie in der Wirtschaft“ ist Beruf und Berufung zugleich. Es ist die Symbiose aus ihren beiden Karrierewegen: als Mitglied der künstlerischen Leitung des Nds. Staatsschauspiels Hannover und als Personalentwicklerin der Volkswagen AG.

„Mit Humor als Erfolgsstrategie in Unternehmen“ überzeugt sie Führungskräfte, Projektteams, Mitarbeiter in Unternehmen wie TUI, Bosch, Göbber etc. intern und auf Wirtschaftsveranstaltungen. Die beiden „Ks“ sind Ihr Erkennungszeichen: Kompetent und komisch. So reißt sie Seminarteilnehmer und Publikum mit!

Jumi Vogler ist darüber hinaus Mitglied der German Speaker Association (GSA). Ihr Bucherstlingswerk ist in Arbeit und erscheint im Februar 2012. Lassen Sie sich überraschen.

Mehr zu ihr erfahren Sie auf Ihrer Website Jumi Vogler Unternehmenskabarett Potenzialentwicklung, auf ihrem Humorblog: Erfolg lacht! Humor als Erfolgsstrategie und in ihrem AGITANO-Expertenprofil.

 

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