Regionales

„Toleranzpeis“ des Ambassador Clubs Deutschland an Berliner Theater RambaZamba

Mit einem Trommelwirbel wird am 4. Juni der „Preis für Toleranz und Völkerverständigung“ angekündigt: Vor der Gedächtniskirche auf dem Breitscheidplatz werden die Künstler des Berliner Integrationstheaters RambaZamba die 400 Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland ab 14.30 Uhr mit einer öffentlichen Sonderaufführung begrüßen.

„Wer die Schauspieler des Berliner Theaters RambaZamba einmal gesehen hat, der begreift, wie bereichernd ihr Anderssein ist“, schwärmt Ambassador Leo Pütz, der das Ensemble von Dr. Gisela Höhne für den „Preis für Toleranz und Völkerverständigung“ vorgeschlagen hatte. Seine Begeisterung steckte die Jury an: Aus acht Vorschlägen wählten die Mitglieder des Vorstands des Ambassador Clubs Deutschland (ACD) die RambaZambas aus.

Der „Preis für Toleranz und Völkerverständigung“ wird vom ACD alle zwei Jahre an besondere Initiativen verliehen, die sich für ein tolerantes Miteinander in der Gesellschaft einsetzen. Das integrative Theaterensemble RambaZamba des Berliner Vereins Sonnenuhr wird für ihr verständnisvolles und erfolgreiches Zusammenarbeiten und -leben von behinderten und nichtbehinderten Künstlern ausgezeichnet. Zwei Jahre zuvor wurde das Johannes-Kepler-Gymnasium in Stuttgart geehrt. Ausgezeichnet wurde die Schule für die Erstellung des Stuttgarter Teils der Ausstellung „Mehr als nur Gäste… demokratisches Zusammenleben mit Muslimen”, die ein Jahr zuvor im Stuttgarter Lindenmuseum zu sehen war.

Der mit 2000 Euro dotierte Preis wird am 4. Juni im Rahmen eines Festaktes in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche Berlin von Prof. Monika Grütters (MdB), Vorsitzende des Kulturausschusses des Deutschen Bundestages, überreicht.

Die Trommelgruppe des Theaters RambaZamba, die in der Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg ihre Heimat hat, wird sich ab 14.30 Uhr mit einer Aufführung vor der Kirche bedanken. „Wir sind stolz, mit dem Toleranzpreis ausgezeichnet zu werden. Die Sondervorstellung vor der Gedächtniskirche ist unsere Art, Danke zu sagen“, sagt Theater-Chefin Gisela Höhne.

 

Der Ambassador Club Deutschland: 50 Jahre gelebte Freundschaft und Toleranz

Freundschaft, Toleranz, Humanität – nach diesen Zielen lebt der Ambassador Club Deutschland seit 50 Jahren.

Freundschaft im idealen Sinne, wie Aristoteles sie entwarf, gedeiht vor allem in der Gesellschaft. Der Ambassador Club Deutschland ist eine solche Gesellschaft, in der es Vertrautheit, Freiheit, Toleranz, Völkerverständigung und Humanität gibt, ohne dass starre Raster, Klasse und Ideologie die Regeln des Miteinanders bestimmen. Seit 50 Jahren lebt der Club nach diesen Zielen.

Ambassador Club Deutschland

Der Ambassador Club entstand Anfang des 20. Jahrhunderts. Im August 1956 fanden sich in Bern drei Schweizer Bürger in einer Privatwohnung zusammen, schrieben die Statuten auf und gründeten den Ambassador Club International, den Schweizer und den Regionalen Club Bern. Schon kurze Zeit später schwappte der Ambassador-Gedanke nach Deutschland rüber: Es gründeten sich Clubs in Frankfurt, Karlsruhe, Berlin und Wiesbaden. 1961 schlossen sich die Deutschen Clubs zum Ambassador Club Deutschland zusammen. Als Sitz des Dachverbandes wählten die Gründer mit Bedacht Berlin. Es sollte als ein Zeichen in Zeiten des Kalten Krieges verstanden werden.

An Aktualität hat die Botschaft der Ambassadoren bis heute nichts verloren: Freundschaft ist ein seltenes Gut in der heutigen Zeit geworden. Viele Menschen wollen sich nicht mehr die Zeit nehmen, sich kennenzulernen. Die Ambassadoren pflegen dagegen ihre Beziehungen intensiv und persönlich – und das über die eigenen Landesgrenzen hinaus. Die Ambassadoren eint dabei der Gedanke, dass ihre Freundschaft keinem Zweck und Nutzen dient. Die Clubmitglieder begegnen sich auf Augenhöhe. Vertrauen, gegenseitige Kritik und Ermutigung, Toleranz und Akzeptanz, Loyalität und Humanität gehören zu den Leitmotiven des Clubs.

Der Ambassador Club Deutschland untersteht dem Dachverband der Internationalen Ambassador Clubs (IAC). Zur Zeit gibt es in Deutschland in 70 regionalen Clubs etwa 1000 Mitglieder, darunter sowohl reine Damen- und Herrenclubs als auch gemischte Clubs. Weltweit gehören dem IAC rund 4400 Mitglieder in 23 Ländern an. So gibt es zum Beispiel im Königreich Bhutan einen regionalen Club. In der Nähe der Hauptstadt Thimpu haben dort Ambassadoren aus Österreich eine Klosterschule mit Spendengeldern gebaut.

Im Club treffen sich Damen und Herren verschiedener Berufe und unterschiedlichen Alters. Neue Mitglieder werden von einem Ambassador vorgeschlagen. Der regionale Club stimmt dann über die Aufnahme ab.

Mindestes einmal im Monat wird ein Programm- oder Gesprächsabend angesetzt. Die Veranstaltungen sollen geistige Anregungen bieten, Wissen erweitern und Verständnis für Dinge und Menschen fördern. Reisen und Besuche anderer, auch ausländischer Clubs werden gepflegt.

Mehr Informationen finden Sie im Internet unter www.ambassadorclub.org.

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