Regionales

Tourismus 2011

Seidel: Deutlich mehr Gäste von Januar-April

Sonniges Wetter und späte Ostern haben der Urlaubsbranche im April in Mecklenburg-Vorpommern rekordverdächtige Zuwächse gebracht. "556.000 Gäste buchten mehr als zwei Millionen Übernachtungen", sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Dienstag in Schwerin. "Besonders erfreulich ist, dass das ganze Urlaubsland Mecklenburg-Vorpommern davon profitiert, alle Reisegebiete von Usedom bis Westmecklenburg liegen gegenüber dem Vorjahr im Plus."

Rügen/Hiddensee und Usedom verbuchten mit 446.000 und 333.000 Übernachtungen gegenüber dem Vorjahresmonat Zuwächse von 23,8 und 19,5 Prozent, die Mecklenburgische Ostseeküste verzeichnete 568.000 Übernachtungen und 20,8 Prozent mehr. "Die April-Rekordwerte sind zum Teil dem Kalender geschuldet, aber auch von Januar bis April sind die Zahlen positiv", sagte Seidel.

Im ersten Jahresdrittel verzeichneten die Beherbergungsbetriebe zwischen Ahlbeck und Zarrentin insgesamt 4,833 Millionen Übernachtungen, 8,3 Prozent mehr als im Vorjahr. "Wenn das Wetter im Sommer mitspielt, können wir das sehr gute Ergebnis von 2010 erreichen." Das Land hatte 2010 mit 27,7 Millionen Übernachtungen und 6,67 Millionen Gäste das zweitbeste Ergebnis seit 1990 erzielt.

"Zum vorhandenen Angebot kommen in diesem Jahr neue Spitzenhotels in Heringsdorf und Kühlungsborn, Golfplätze und die größte Jugendherberge in Prora auf Rügen hinzu", sagte Seidel. Im Juli 2010 waren in Mecklenburg-Vorpommern 180.169 Betten in 3.064 Beherbergungsbetrieben am Markt.

"Wir fördern weiter den Ausbau touristischer Angebote und legen einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des Tourismus im ländlichen Raum. Fahrradwege und -hotels, Emobility und neue Wellnessangebote sind hier Stichworte", sagte Seidel.

"Ziel bleibt es auch, neue Gäste im süddeutschen, südwestdeutschen und im westdeutschen Raum zu werben. Hier zahlt sich das verstärkte Marketing der vergangenen Jahre aus." Die Marketingmittel des Landes wurden in dieser Legislaturperiode angehoben und haben sich von 2,1 Mio. Euro 2006 auf 4,3 Mio. Euro im vergangenen Jahr verdoppelt.

Seidel forderte die Branche auf, angesichts unbesetzter Ausbildungsstellen mehr für die Sicherung des Bedarfs an Fachkräften zu tun. "Investitionen in die touristische Infrastruktur und Marketing sind so wichtig wie wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen im Unternehmen", sagte Seidel. "Diese reichen vom guten Arbeitsklima bis zu einer tarifgerechten Entlohnung." Eine stärkere Tarifbindung der Unternehmen könne Wettbewerbsverzerrungen vermeiden, Mitarbeiter motivieren und das Image der Branche aufwerten.

Quelle: Mecklenburg-Vorpommern, Staatskanzlei

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