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Trotz Zufriedenheit im Job: 30 % wollen kündigen!

Flexibilität, New Work, Job

Wofür steht Karriere heute? Welche beruflichen Pläne haben die Deutschen für 2016? Fragen, auf die der Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis einmal genauere Antworten haben wollte. Hierzu befragte er 1.500 Angestellte aus ganz Deutschlandzu ihren persönlichen Karrierezielen 2016. Dabei förderte er teils sehr Überraschendes zutage.

 

Die gute Nachricht vorweg: Die Deutschen sind mehrheitlich zufrieden mit ihrer beruflichen Entwicklung in den letzten drei Jahren. Knapp drei Viertel der insgesamt 1.478 Teilnehmer der Online-Studie „Karrieretrends 2016“ erklärte, sie seien zufrieden bis hoch zufrieden in ihrem aktuellen Job. Dieses Ergebnis deckt sich mit den Resultaten anderer Studien der vergangenen. Siehe passend dazu hier auf AGITANO: Arbeitnehmer-Zufriedenheit auf 91% gestiegen – Kollegen, Respekt und Anerkennung die wichtigsten Motivationsgründe.

Aufmerksam machen sollte Arbeitgeber jedoch, dass diese hohe Zufriedenheit Angestellte heute nicht mehr an Unternehmen bindet. „Jeder Dritte erklärte nämlich, mit hoher Wahrscheinlichkeit 2016 seinen Arbeitgeber wechseln zu wollen“, berichtet Bernd Slaghuis.

Das Bessere als Feind des Guten

Der Kölner Karrierecoach erklärt diese hohe Wechselmotivation damit, dass Arbeitnehmer in Zeiten einer guten Arbeitsmarktlage stets auch ihren Job optimieren möchten. Auch auf dem Jobmarkt gilt also die Weisheit Voltaires, dass das Bessere der Feind des Guten ist. „Zudem bestätigt dieses Ergebnis, dass sich die Haltung von insbesondere jungen Angestellten gegenüber ihrem Arbeitgeber verändert hat“, so Slaghuis. Unternehmen forderten in den letzten Jahren von Bewerbern und Mitarbeitern mehr Flexibilität ein, heute zeigt sich die Kehrseite flexibler Angestellter: „Sie zeigen ihrem Arbeitgeber auch deutlich schneller die kalte Schulter als früher und suchen sich einen anderen Job“, erlebt der Karriereexperte immer wieder.

2016: Zeit, Neues zu lernen

Bei den Karrierezielen für 2016 steht laut der Erhebung Neues lernen ganz oben auf der Agenda der Deutschen. Drei Viertel aller Teilnehmer beurteilten die fachliche Weiterentwicklung als ihr wichtigstes berufliches Ziel in den nächsten zwölf Monaten. Denn hier sehen sie im Vergleich zu ihrer persönlichen Entwicklung der letzten Jahre Aufholbedarf, ermittelte Slaghuis. Hinzu kommt: 70 Prozent der Befragten verbinden mit Karriere heute vor allem Selbstverwirklichung, Herausforderung und Anerkennung.

Sicherheit im Job ist vor allem Jüngeren wichtig

Ein für den Karriere-Coach überraschendes Ergebnis: Während Job-Sicherheit für rund zwei Drittel der Jüngeren ein wichtiger Faktor ist, hat sie mit zunehmendem Alter eine sinkende Relevanz. Vor allem jungen Angestellten unter 30 Jahren ist sie besonders wichtig. Dieses Ergebnis scheint laut Slaghuis zunächst im Widerspruch zu den vielfach in der Öffentlichkeit verbreiteten Bedürfnissen der sogenannten Generation Y zu stehen. Seine Erfahrungen aus Coachings zeigen jedoch auch: „Viele junge Arbeitnehmer wünschen sich zwar Flexibilität, Entscheidungs- und Handlungsfreiheit im Beruf, doch hierfür benötigen sie von ihren Chefs feste Leitplanken, die ihnen Halt und Orientierung und damit Sicherheit in einem zunehmend durch Veränderung und Schnelligkeit geprägten Umfeld geben.“

Über die Studie:

Für die Studie „Karrieretrends 2016“ hat der Kölner Karriere-Coach Dr. Bernd Slaghuis rund 1.500 Angestellte aus ganz Deutschland in einer Online-Erhebung zu ihrer Zufriedenheit im Beruf sowie ihren persönlichen Karrierezielen 2016 befragt – mit teils überraschenden Erkenntnissen. Interessierte könne eie ausführliche Dokumentation mit allen Ergebnissenper E-Mail (michael@gestmann.de) anfordern.

Über Dr. Bernd Slaghuis

Dr. Bernd Slaghuis ist promovierter Ökonom und Systemischer Coach, der sich auf auf Anliegen rund um die Karriereplanung und berufliche Neuorientierung sowie das Coaching von Führungskräften aus dem mittleren Management spezialisiert auf. Mehr Informationen zu Bernd Slaghuis finden Interessierte im Internet unter www.bernd-slaghuis.de.

Christoph Schroeder

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