Wirtschaft

Übernahme: VW steigert Anteil an MAN auf 56%

VW hatte bei dem Pflichtangebot für MAN bewusst einen niedrigen Preis angeboten, da in einem ersten Schritt zunächst nur ein Anteil von 35-40 Prozent eingeplant war. Nun haben die Wolfsburger ihren Anteil an dem Lkw-Bauer doch schon auf 56 Prozent hieven können. Erst letzte Woche hatte die EU-Kommission den Einzug von mehreren VW-Männern in den Aufsichtsrat von MAN blockiert. Die jüngsten Pläne sahen vor, dass VW fünf der acht Aufsichtsratsposten übernimmt – VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech ist bereits in Personalunion auch Chef des MAN-Aufsichtsrats. Die Wettbewerbshüter der EU hatten VW darauf hingewiesen, dass der geplante Einzug der VW-Vorstände in das Gremium erst nach der fusionsrechtlichen Genehmigung erfolgen sollte, da es kartellrechtliche Bedenken gebe. Mit nun 56 Prozent an MAN hat VW einen wichtigen Etappensieg auf dem Weg zur Fusion seiner Nutzfahrzeugtöchter MAN, Scania und Volkswagen erreicht. Die Synergieeffekte werden auf rund 200 Millionen Euro jährlich, später dann sogar auf bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr beziffert.
 

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