Wirtschaft

Überschuldungssituation der Verbraucher leicht verbessert

Die Überschuldungssituation der Verbraucher in Deutschland hat sich im laufenden Jahr in Folge der unerwartet positiven Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung erneut leicht verbessert und liegt damit auf dem zweitniedrigsten Stand seit Beginn der Überschuldungsberichterstattung im Jahr 2004. Der aktuelle SchuldnerAtlas für das Jahr 2011 weist einen Rückgang um 80.000 (-1,3%) auf 6,4 Millionen Bürger auf. Damit waren allerdings immer noch 9,38% aller erwachsenen Deutschen über 18 Jahre zum Stichtag 01. Oktober 2011 überschuldet und wiesen nachhaltige Zahlungsstörungen auf. 

Überschuldung liegt vor, wenn ein Schuldner die Summe seiner fälligen Zahlungsverpflichtungen auch in absehbarer Zeit nicht begleichen kann und ihm weder Vermögen noch andere Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Als die vier Hauptursachen für Überschuldungsprozesse gelten Arbeitslosigkeit, Trennung vom Lebenspartner, Krankheit und das Konsumverhalten..

Am stärksten fiel der Rückgang in Bremen aus (minus 0,65 Prozentpunkte auf 13,48 Prozent), dem Bundesland mit der höchsten Schuldnerquote, gefolgt von Hamburg (minus 0,44 Prozentpunkte auf 10,46 Prozent) und Berlin (minus 0,35 Prozentpunkte auf 12,32 Prozent). Die geringsten Schuldnerquoten verzeichnen Bayern (6,88 Prozent; minus 0,18 Prozentpunkte), Baden-Württemberg (7,50 Prozent; plus 0,04 Prozentpunkte) und Sachsen (8,26 Prozent; minus 0,11 Prozentpunkte). Insgesamt finden sich drei ostdeutsche Bundesländer unter den besten fünf Ländern mit der geringsten Verbraucherüberschuldung: Neben dem Freistaat Sachsen auch Thüringen und Brandenburg. Die Schuldnerquote im Osten Deutschlands liegt seit drei Jahren unter der Quote Westdeutschlands.

(Die komplette Analyse finden Sie hier).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.