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Übersetzungen im Netz: Warum Vokabeln allein nicht ausreichen

„Fast täglich lesen oder hören wir Berichte oder sich in Gespräche über zwei Hauptthemen engagieren – Fachkräftemangel in Deutschland und eine ständig wachsende, marode ganz Europa.“ Haben Sie gerade verstanden, um was es im vorliegenden Satz geht? Ohne Ihnen etwas unterstellen zu wollen: Aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit haben Sie das nicht. Kein Wunder, denn für professionelle Übersetzungen braucht es mehr als nur Vokabeln.

Vom „Glück“ zum „Idioten“ – Google Übersetzer sei Dank

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Für richtig gute Übersetzungen bedarf es mehr als nur das Vokabular (Bild: GG-Berlin / pixelio.de).

Der eben zitierte Satz stammt von der gebürtigen Südafrikanerin und Expertin zum Thema „Diversity Management“, Marinda Seisenberger. Korrekt übersetzt lautet er wie folgt: „Deutsche Medien und Nachrichtenportale berichten nahezu täglich über zwei Hauptthemen: Den Fachkräftemangel oder Mangel an fähigen Arbeitskräften schlechthin sowie das immer noch kränkelnde Europa.“ Jetzt scheint auch Ihnen klar, worum es in ihrem Artikel „Brain gain – Vielfältige Belegschaften bringen Deutschland voran“ geht.

Das Beispiel macht deutlich, dass es für Übersetzungen nicht ausreicht, lediglich das Vokabular einer Fremdsprache zu berherrschen: Darüber hinaus gilt es für Dolmetscher im Rahmen seiner Ausbildung Fachwissen über die Kultur und Geschichte des jeweiligen Landes zu erwerben. Nur so gelingt es ihnen, einen Text gekonnt zu übersetzen. Das unterscheidet dann nicht nur die guten von den weniger guten Übersetzern, sondern darüber hinaus den Menschen von Online Tools, wie zum Beispiel den Google Übersetzer. Das zeigt auch folgendes Beispiel:

Immer mehr Menschen lassen sich chinesische Schriftzeichen auf ihren Körper tätowieren. Etwa jenes für „Glück“. Wer aber gegenüber den chinesischen Gepflogenheiten Unachtsamkeit walten lässt, läuft Gefahr sich sinngemäß das Wort „Idiot“ auf den Arm schreiben zu lassen.

Bedarf an professionell übersetzten Webseiten steigt

Die wenigsten in Ihrem privaten Umfeld werden dem Chinesischen mächtig genug sein, um diesen Fauxpas zu bemerken, aber in Bezug auf Webseiten können sich Unternehmer beziehungsweise Unternehmen peinliche Übersetzungsfehler nicht leisten. Gerade dann nicht, wenn sie für sie neue Märkte mit beachtlichen Absatzpotenzialen erschließen möchten. Denn ebenso wie hierzulande gilt auch im internationalen Umfeld: die firmeneigene Homepage ist die Visitenkarte im World Wide Web.

Genau aus diesem Grund sollte man die Übertragung der auf der Unternehmensseite befindlichen Inhalte (vor allem das Werbematerial) in andere Sprachen, von einem, genau auf dieses Thema spezialisierten, Übersetzungsbüro durchführen lassen. Das geht heutzutage häufig über das reine Webseiten Übersetzen hinaus. So sind viele Dienstleister in diesem Segmenz inzwischen auch auf das Einpflegen der Inhalte spezialisiert – egal, ob diese in ein sogenanntes CMS-System, in HTML-Webseiten oder in einem PHP-Code eingebaut werden müssen. Auch die Kooperation mit Werbeagenturen stellt für diese Büros oft kein Problem dar.

Weiterer Tipp: Bei Bedarf auf Dolmetscher vertrauen

Kunden überzeugt man natürlich nicht über das Netz allein. Sobald die übersetzte Webseite den gewünschten Erfolg – die erfolgreiche Ansprache von Kunden aus dem internationalen Umfeld – erzielt hat, gilt es diese in Rahmen persönlicher Gespräche von der Qualität der Produkte und Dienstleistungen zu überzeugen. Wer über  entsprechende Kapazitäten nicht verfügen sollte, dem ist angeraten, die Dienste von Konferenzdolmetschern in Anspruch zu nehmen.

Christoph Schroeder

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