Wirtschaft

Uganda kauft SU-30 Kampfflugzeuge um seine Ölquellen zu schützen

Uganda will russische Jagdflugzeuge des Typs Su-30 im Wert von 740 Millionen Dollar kaufen (vermutlich sechs Maschinen). Das ostafrikanische Land zeigte sich besorgt über die Instabilität und die Bürgerkriege im angrenzenden Südsudan und an der Grenze zur Demokratischen Republik Kongo, wo große Ölreserven vermutet werden. Uganda will in der näheren Zeit mit der Erschließung der Ölfelder beginnen. Der Aufbau der Luftstreitkräfte sei Teil der Verteidigungspolitik für die Gewährleistung der Sicherheit in dieser Region und zum Schutz der territorialen Integrität und der Ressourcen. Die Nachbarn würden durch diese Pläne jedoch nicht bedroht.

Im Ostkongo herrscht seit Jahren von den westlichen Medien weitgehend unbeachtet einer der blutigsten Kriege seit dem zweiten Weltkrieg – allein nach der Beseitigung des Diktators Mobutu Sese Seko 1997 bis 2003 starben mehr als drei Millionen Menschen. Ziel der Konfliktparteien ist es, die enormen Bodenschätze des bislang armen Landes unter die Kontrolle zu bekommen. In dem undurchsichtigen Konflikt sind neben einer Vielzahl von Rebellengruppen offenbar auch die Armeen der Nachbarländer Ruanda und Uganda verstrickt. Zwei ehemalige ruandische Milizenführer sollen ihre Truppen im Ostkongo dabei sogar von Deutschland aus per Mobiltelefon und Internet angeleitet haben. Die Bundesanwaltschaft hat nun im Dezember 2010 gegen die beiden Milizenführer, dem 47-jährigen Ignace Murwanashyaka und dem 49-jährigen Straton Musoni, Anklage wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erhoben.

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