Energie & Umwelt

Umfassende Potentialanalyse der Silicium-Photovoltaik

Ein Forscherteam von 24 Partnern aus Forschung und Industrie erkunden in dem Verbundprojekt „SolarWinS“ die zukünftige Entwicklung der Silicium-Photovoltaik und loten das Wirkungsgrad-Potenzial multikristalliner Silicium-Solarzellen aus. Dieser Solarzellentyp wird derzeit zu über 40 Prozent eingesetzt – er ist vergleichsweise preiswert, jedoch lassen sich mit der gegenwärtigen Technik nur rund 17 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung in elektrische Leistung umwandeln. Solarzellen aus monokristallinem Silicium werden ebenfalls zu rund 40 Prozent eingesetzt und erreichen einen Wirkungsgrad von rund 19 Prozent, allerdings entstehen dafür während der Kristallzüchtung höhere Kosten. Welche Technik sich durchsetzen wird ist gegenwärtig noch offen. Das Verbundprojekt „SolarWinS“ soll nun als „Solar-Forschungscluster zur Ermittlung des maximalen Wirkungsgradniveaus von multikristallinem Silicium“ die jeweiligen Potentiale ermitteln. Dafür wird das Verbundprojekt während der kommenden drei Jahre durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit 5,5 Millionen Euro gefördert. Dabei kann eine Wirkungsgraddifferenz von nur einem Prozent für eine Firma mit einer Produktion von etwa 100 Millionen Solarzellen im Jahr einen jährlichen Zusatzgewinn von mehr als 20 Millionen Euro bedeuten. Informationen über den zukünftigen Weg der Photovoltaik sind daher von strategischer Bedeutung für Investitionen und damit die langfristige Ausrichtung und Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen.
 

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